Am Sonntag haben Wintersportler einen Lawinenabgang am Flumserberg in der Ostschweiz gemeldet. Die Lawine war neben der markierten Piste im Bereich Prodkamm abgegangen. Das bestätigte die Kantonspolizei St. Gallen.
Da nicht klar war, ob Menschen verschüttet wurden, begann eine aufwendige Suche. Alpine Rettung, Lawinenhunde und mehrere Hubschrauber waren im Einsatz. Die Suche dauerte rund drei Stunden.
Am Ende fanden die Einsatzkräfte keine Betroffenen. Die Polizei appelliert dennoch eindringlich an Wintersportlerinnen und Wintersportler. Wer abseits der Piste unterwegs ist, soll sich bei einem Lawinenabgang sofort melden. So können unnötige Suchaktionen vermieden werden.
Zwei Menschen verletzt: Lawine in Zürs
Bereits am Samstag war es oberhalb von Zürs in Vorarlberg zu einem Lawinenabgang gekommen. Zwei deutsche Skifahrer waren abseits der gesicherten Pisten unterwegs. Laut Polizei Vorarlberg ereignete sich der Unfall gegen 10.30 Uhr am Trittkopf.
Die Männer querten einen sehr steilen Hang, so die Polizei. Plötzlich löste sich ein Schneebrett. Beide wurden rund 50 Meter mitgerissen. Sie blieben an der Schneeoberfläche liegen. Einer konnte einen Airbag in einem Rucksack öffnen, der andere nicht.
Beide Skifahrer wurden verletzt. Sie wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Eine weitere Suche im Lawinenbereich verlief ohne Ergebnis. Hinweise auf weitere Betroffene gab es laut Polizei nicht. Die Lawinenwarnstufe lag oberhalb von 2.000 Metern bei Stufe vier, wie die Polizei mitteilt.
Lawine in Mittelberg: Große Suche nach Abgang
Auch im Kleinwalsertal ist am Samstag eine Lawine abgegangen. Betroffen war der Bereich Ifen-Kellerloch bei Mittelberg. Laut Polizei Vorarlberg hatten ein Vater und sein 13-jähriger Sohn das Schneebrett ausgelöst.
Die beiden befanden sich im freien Skiraum, so die Polizei, also abseits der Piste. Die Lawine war rund 200 Meter lang. Vater und Sohn wurden nicht erfasst. Sie blieben unverletzt. Zunächst war jedoch unklar, ob weitere Menschen betroffen waren.
Daraufhin startete ein Großeinsatz. Bergrettung, Feuerwehr und Hubschrauber suchten das Gebiet ab. Auch Lawinenhunde kamen zum Einsatz. Nach mehreren Stunden wurde die Suche beendet. Es gab keine Hinweise auf Verschüttete. Auch hier galt Warnstufe vier.
Warum Lawinen und Warnstufe vier so gefährlich sind
Bei Warnstufe vier ist die Gefahr sehr hoch. Laut Polizei und Bergrettung kann sich Schnee schon durch einzelne Skifahrerinnen und Skifahrer lösen. Besonders steile Hänge sind dann gefährlich. Experten raten deshalb dringend zur Vorsicht.