E-Fahrzeug mit Radmotor

Klein und effizient: Neues Elektroauto aus dem Elsass vorgestellt

Das Design ist eher ungewöhnlich und der Motor sitzt direkt am Rad: Im Elsass hat eine Firma ein Elektroauto entwickelt, das mit neuartiger Technik die Branche verändern könnte.

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Von Autor/in Louis Belin, Tom Imler, France 3

Im Automobilmuseum in Mulhouse wurde vor wenigen Tagen der Prototyp präsentiert: ein Elektroauto aus dem Elsass, das mit Konventionen bricht. Es soll fast vollständig in Frankreich hergestellt werden und setzt auf neuartige Technik.

Optik eines Golfcart

IPOP heißt das neue vollelektrische Fahrzeug aus dem Elsass. Bis zu 90 Stundenkilometer wird es schnell. Es sieht aus wie eine Mischung aus Beach Buggy und Golfcart, kann mit Zweirad- oder Allradantrieb fahren, mit oder ohne Türen, als Zwei- oder Viersitzer. Doch der wichtigste Unterschied zu gängigen E-Fahrzeugen: Der Motor sitzt direkt am Rad.

"Ich bin davon überzeugt, dass der Radmotor die Elektrifizierung von Autos revolutionieren wird. So wie die Batterien vor etwa zehn Jahren für einen Durchbruch gesorgt haben", sagt Christophe Winkelmuller, der Erfinder des IPOP.

Radmotor soll Effizienz steigern

Traditionelle Hersteller hätten sich noch nicht damit befasst, deshalb habe er sich für ein solches Elektroauto entschieden, so Winkelmuller. "Das wird eine enorme Vereinfachung mit sich bringen. Mehr Platz und ein einfacheres, effizienteres Auto." 

Bisher ist sein Fahrzeug noch nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Trotzdem ist für den Erfinder schon jetzt ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. "Seit ich klein bin, habe ich davon geträumt, mein eigenes Auto zu bauen", so der Gründer des Unternehmens IPOP Automobiles.

Regionale Firmen profitieren

Die Bauteile des IPOP werden fast nur in Frankreich hergestellt. Die Ausnahme bilden Batteriezellen aus China. Zusammengebaut wurde der Prototyp nun vor einigen Tagen in einer Werkstatt nahe Colmar - ein wichtiges Signal für das Unternehmen, das die Werkstatt betreibt.

Hervé Muller, Leiter von Muller International Business: "Wir sind seit 30 Jahren in der Automobilbranche tätig. Und wenn ich einen Kunden aus dem Elsass sehe, der möglichst viele elsässische Unternehmen beauftragen möchte, bestärkt uns das." 

Intensiver Wettbewerb, insbesondere aus China, eine holprige Umstellung auf E-Autos, steigende Kosten und Handelskonflikte: Die aktuelle Lage ist für die Automobilbranche im Nachbarland ebenso schwierig wie in Baden-Württemberg, wo die sinkende Nachfrage Hunderte kleinere Zulieferer trifft und Arbeitsplätze bedroht.

Dass nun ein neuer elsässischer Elektroauto-Hersteller plant, im kommenden Jahr seine ersten Kunden zu beliefern, ist da ein Lichtblick. Das IPOP soll dann zu einem Preis zwischen 11.000 und 20.000 Euro angeboten werden.

Über dieses Thema berichtete die Sendung Dreiland Aktuell in SWR Aktuell am 02.05.2026 (18 Uhr).

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Louis Belin, Tom Imler, France 3

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