Wenn Julian Pyhrr an Horror denkt, geht ihm das Herz auf: "Das ist total meine Leidenschaft hier. Schon als Kind war ich total begeistert von so Horror-Mystik und hab jetzt hier meine eigene Horror-Bahn. Das war der absolute Traum". Richtig gelesen. Die Spuk- und Halloween-Liebe des 21-Jährigen geht so weit, dass er sich zusammen mit seiner Familie eine komplett funktionsfähige Geisterbahn in den eigenen Keller gebaut hat.
Eine richtige Horror-Familie - ganz im positiven Sinn!
Im Lauf der Jahre hat Julian Pyhrr die ganze Familie mit seiner Horror-Besessenheit angesteckt. Vater Ralph Pyhrr erzählt, schon als kleines Kind habe sein Sohn sich in den Kopf gesetzt, eine eigene Geisterbahn zu bauen. Damals sei er noch skeptisch gewesen.
Aber: "Dann sind wir Ski fahren gewesen im Winter. Da hat er gesagt: Oh, so ein Lift. Das ist toll. Das will ich auch machen. Da hab ich gesagt: Ok, dann lieber die Geisterbahn." Seitdem hilft er seinem Sohn nach Kräften. Vor allem die Verkabelung der elektronischen Horror-Puppen sowie das Schieben des Wagens durch die Geisterbahn fallen in seinen Aufgabenbereich.
Oma an der Kasse, eine Freundin als Horror-Clown
Auch Oma Erika Wiederle trägt ihren Teil zum Gelingen des Projekts bei. An der Kasse verkauft sie die Eintritte in das Horror-Haus ihres Enkels: 3,50€ kostet ein Grusel-Trip in den Keller. Und der scheint seine Wirkung nicht zu verfehlen: "Ich finde es schön wenn die Leute dann hochkommen, kreischend. Das ist auch ein Zeichen, dass es ihnen gefallen hat. Und wenn dann der lebende Geist noch hinterherkommt. Dann ist die Hölle los."
Hinter der Horror-Clown-Maske steckt übrigens noch eine Person, die Julian Pyhrr nahe steht: Sara Diosig, eine sehr gute Freundin von ihm.
Hunderte Menschen kommen jedes Jahr in's Halloween-Haus
Mittlerweile ist es zehn Jahre her, dass die Pyhrrs ihr Grundstück das erste Mal in eine Grusel-Welt verwandelten. Über die Jahre kamen dann neue Figuren und Attraktionen hinzu, jedes Jahr wuchs sie ein bisschen. Viele Figuren hat Julian Pyhrr aus dem Internet, wo es Horror-Tauschbörsen gibt.
Auch aus den USA hat er viel eingekauft. Und die Arbeit zahlt sich aus. Mittlerweile kommen jedes Jahr zwischen 600 und 700 Besucher, um mit seiner Geisterbahn zu fahren - mitten durch den Keller seines eigenen Elternhauses.