Reaktionen aus Freiburg und Südbaden

Trauer um Papst Franziskus in Freiburg - Menschen beten gemeinsam im Münster

Der Tod von Papst Franziskus hat auch Menschen in Freiburg bewegt. Die Nachricht erreichte die Besucherinnen und Besucher des Ostermontagsgottesdienstes mitten in der Messe.

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Von Autor/in Damian Correa Koufen

Papst Franziskus ist tot. Der 88-jährige starb am Montagmorgen an den Folgen einer schweren Lungenentzündung. Die Nachricht erreichte die Besucherinnen und Besucher des Ostermontagsgottesdienstes im Freiburger Münster noch während der Messe: Auf einem Zettel wurde die Nachricht von seinem Ableben durch den Altarraum gereicht, wie Gottesdienstbesucher berichten. Daraufhin betete die Gemeinde unter dem Motto "Wer am Ostermontag stirbt, dem kommt Jesus entgegen" für Franziskus. Viele Christinnen und Christen im Freiburg Münster zeigten sich nach dem Gottesdienst betroffen: Ein "Schock" sei das, er sei ein "Friedenspapst" gewesen, ein "andersdenkender Mensch". Franziskus habe sich immer für die Armen eingesetzt. Andere richteten den Blick bereits in die Zukunft. Es sei wichtig, dass jetzt ein Papst an die Macht komme, der reformwillig und weniger konservativ sei. In der Kirchengemeinde Weil am Rhein wurde zu Beginn der Gottesdienste an Ostermontag fünf Minuten lang die Totenglocke geläutet. Die Gemeinde will von Mittwoch bis Freitag zum öffentlichen Gedenken einladen.

Freiburgerinnen und Freiburger reagieren auf den Tod des Papstes:

Erzbischof Burger: Franziskus war "Wächter der universalen Menschenrechte"

Auch einflussreiche Geistliche aus Freiburg äußerten sich am Montag zum Tod des Papstes. Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger ließ sich auf der Homepage der Erzdiözese zitieren, Franziskus habe sich stets "für die Würde aller Menschen und für den Frieden" eingesetzt. Er sei ein "Wächter der universalen Menschenrechte" gewesen. Generalvikar Christoph Neubrand fand tröstende Worte: "Eigentlich kann es für den gläubigen Christen nichts Schöneres geben, wie an Ostern zu sterben". Er lobte den Papst für seinen Einsatz für Gerechtigkeit und bekräftigte den Wunsch nach einem kommunikativen Nachfolger, der die Weltkirche im Blick habe. Er kündigte außerdem Trauergottesdienste und Glockengeläut zum Andenken in den Pfarreien an.

"Ein großer Stifter für den Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung"

Papst Franziskus lächelt, während er im Papamobil über den Petersplatz in Rom fährt.
IMAGO/ZUMA Wire

Freiburger Theologie-Professor würdigt Einsatz für den Umweltschutz

Der als reformorientiert geltende Theologe Magnus Striet, Professor an der Universität Freiburg, würdigte insbesondere Franziskus´ Engagement für den Umweltschutz. Der Papst habe stets versucht, die Politik zum Handeln zu bewegen. Er habe aber nur "begrenzt" die Zukunft der Kirche prägen können. Er habe sich etwa nicht an Reformen im Umgang mit Frauen getraut. Die Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, Heike Springhart, würdigte Franziskus´ Nähe zu den Menschen und seine Bescheidenheit. Er habe "die Benachteiligten der Gesellschaft" stets im Blick gehabt.

Vatikan

Große Anteilnahme in Baden-Württemberg Trauer um Papst Franziskus: Vatikan plant Beisetzung am Samstag

Das Oberhaupt der katholischen Kirche ist am Montag im Alter von 88 Jahren gestorben. Vertreter aus Kirche und Politik in BW würdigten die Arbeit des Papstes.