Nachwuchs für die Zwergotter im Basler Zoo: Nach 13 Jahren sind dort zum ersten Mal wieder zwei Zwergotter-Babys zur Welt gekommen. Seit kurzem können auch die Besucherinnen und Besucher sie bewundern.
Tierpfleger erzählt: Jungtiere erkunden das Gelände
Sie raufen, toben, spielen: Die beiden Zwergotter-Babys sorgen in ihrem Gehege für viel Zulauf bei den Besucherinnen und Besuchern, erzählt Tierpfleger Peter Hürzeler. "Ziemlich viel Action" würden die beiden Jungtiere bieten, erzählt er. Der Besuch von dem Otter-Gehege sei auch wegen der Geräusche unterhaltsam, die die beiden Nachwuchs-Tiere von sich geben: Mindestens zwölf verschiedene Laute wie Begrüßungs-, Alarm- oder Paarungsrufe können Zwergotter machen.
Seit einigen Tagen haben die Otter-Kinder damit angefangen, das Gelände zu erkunden. In ihrem Alter werden die Tiere zunehmend selbstständig, so der Tierpfleger.
Babys in den ersten Wochen nicht zu sehen
Vor vier Monaten kamen die Zwergotter-Babys, ein Männchen und ein Weibchen, auf die Welt. Lange Zeit hat sie aber kein Besucher zu Gesicht bekommen. In den ersten Wochen sind die kleinen Tiere noch hilflos. Sie kommen blind und nackt auf die Welt und sind auf ihre Mutter angewiesen. Auch die Tierpfleger müssen die Zwergotter dann möglichst in Ruhe lassen. Sonst könne es passieren, dass die Eltern ihre eigenen Kinder auffressen, weil sie den Ort als nicht sicher genug empfinden.
Sie klettern mal auf einen kleinen Ast rauf, kauen auf allem rum, was sie finden und wenn sich irgendwas bewegt, ist das natürlich auch spannend.
Zum Schwimmenlernen: Eltern werfen Kinder ins Wasser
Mittlerweile aber sei klar: Die Babys entwickeln sich "prächtig", so Tierpfleger Hürzeler. Sie lernen jetzt nach und nach, sich selbstständig um Futter zu kümmern, erzählt er. Manchmal werfen die Eltern die Kinder auch ins Wasser, damit sie schwimmen lernen - überlebenswichtig für die Tiere, die an Land und im Wasser leben. Für den Basler Zoo sind es die ersten Zwergotter-Babys seit 13 Jahren. Ein erster Wurf im Jahr 2025 blieb erfolglos. Die Otter kamen am 19. Januar 2026 zur Welt.
Zwergotter vom Aussterben bedroht
Zwergotter sind mit Madern verwandt, ähneln in ihrem Aussehen aber eher Bibern. Sie leben meist am Wasser, in Flüssen, Seen und an Sümpfen in Südostasien. Zu ihrer Beute gehören Krebse, Muscheln und Schnecken. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat die Tiere auf der roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten: Sie stuft sie als "gefährdet" ein. Grund dafür ist, dass sich ihr Lebensraum immer mehr verändert. So gefährden etwa Straßenbau und Wasserverschmutzung die Tiere zunehmend.