Clownfische, von Kindern seit dem Pixar-Klassiker "Findet Nemo" schlicht "Nemos" genannt, gehören zu den beliebtesten Fischarten. Um den Kindern im Freiburger Tiergehege Mundenhof eine Freude zu machen, hat Thomas Baumann vom Verein der Aquarien- und Terrarienfreunde erfolgreich kleine Nemo-Babys gezüchtet. Eins haben der Fisch-Nachwuchs im Mundenhof und der Kinofilm gemeinsam: Beide sind echte Publikumslieblinge.
Freiburger Mundenhof: Nemos sind die Stars im Aquarium
"Da ist Nemo!", ruft ein Mädchen vor dem Aquarium im Mundenhof. "Ja, und guck mal da oben", antwortet Hobby-Aquaristiker Thomas Baumann. "Da schwimmen Baby-Nemos!" Die Begeisterung der Kinder, die sich vor der Scheibe drängeln, ist groß. Baumann freut sich sichtlich: "Dafür hat sich die Arbeit gelohnt!", sagt er zufrieden. Viele Wochen Tüfteln, Scheitern und Ausprobieren liegen hinter ihm.
Nemo-Babys sind für Hobby-Aquaristiker äußerst schwer zu züchten. Vor allem, weil die Tiere in ihren ersten drei Lebenswochen winzig sind. Um Lebendfutter in der richtigen Größe zu bekommen, musste Baumann zunächst pflanzliches Plankton züchten. Eine sehr spezielle Hexenküche ist da bei ihm zu Hause entstanden. In mehreren Glasbehältern blubbern grüne Flüssigkeiten vor sich hin.
Grüne Brühe mit Plankton und Rädertierchen auf dem Speiseplan
Mit dem Plankton ernährte Baumann mikroskopisch kleine Wassertierchen, sogenannte Rädertierchen. 0,05 Millimeter klein müssen sie sein, damit die kleinen Baby-Nemos sie essen können. Wie sich die Mini-Fische langsam dick futtern, konnte Baumann nur unter einem Mikroskop beobachten.
Nemo-Papas beschützen den Nachwuchs
In einem Punkt stimmen echtes Leben und Kinofilm überein: Clownfisch-Männchen spielen eine wichtige Rolle beim Nachwuchs. Baumann konnte in seinem Aquarium beobachten: Das Männchen bewacht die Eier und hilft beim Schlüpfen. Sogar viel mehr als das Weibchen. Richtig aufgeregt habe er den Fisch bei ihm im Aquarium erlebt.
Nemo-Babys bereit fürs große Publikum
Drei Wochen nachdem die Nemo-Babys geschlüpft sind, sind die Fische immer noch deutlich kleiner als ein 1-Cent-Stück. Aber groß genug für den Umzug ins Publikumsbecken im Mundenhof in Freiburg sind sie. Dort können Besucher die Kleinen ab sofort bewundern.
Wenn Thomas Baumann vom Verein der Aquarienfreunde gerade da ist, erzählt er den Besuchern auch gerne vom Leben der Clownfische und ihrer Symbiose mit der Anemone. Mit der Geschichte um den Hollywood-Nemo hat das dann nichts zu tun – ist aber nicht minder spannend.