Die Unwetter in Südbaden haben vereinzelt zu überfluteten Kellern und umgestürzten Bäumen geführt. An einigen Stellen fiel so viel Regen wie eigentlich im gesamten August.
Die Feuerwehr rückte nach eigenen Angaben im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bisher rund 30 mal aus, etwa aufgrund vollgelaufener Keller und überschwemmter Straßen. Laut Polizei war vor allem der Stadtkern von Freiburg betroffen. Die Zahl der Einsätze sei bislang aber in einem überschaubaren Rahmen geblieben, hieß es. Auf der A5 kam es zudem zu einzelnen Aquaplaning-Unfällen.
Extrem hohe Niederschlagsmengen
In Freiburg kam laut dem Deutschen Wetterdienst innerhalb kurzer Zeit so viel Regen herunter wie sonst im Schnitt im gesamten August - nämlich 85 Liter pro Quadratmeter. Innerhalb von 24 Stunden rechne man mit flächigen Niederschlagsmengen von 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter. Vereinzelt könnten hierdurch bis zu 100 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Nach Angaben des DWD ist das ein extrem hoher Wert. Am meisten regnete es demnach in Todtmoos (Landkreis Waldshut).
In Todtmoos im Südschwarzwald haben wir in den letzten Stunden bereits 112 Liter auf den Quadratmeter gemessen.
Sexau (Landkreis Emmendingen): Dorfstraße überflutet
Auch in Sexau (Landkreis Emmendingen) kam es in den Morgenstunden am Donnerstag zu Starkregen. Dabei liefen unter anderem mehrere Keller voll und mussten ausgepumpt werden. "Ich kann mich nicht erinnern, dass das schon einmal so stark und gewaltig war", sagt Frank Birkhofer, Kommandant der Sexauer Feuerwehr.
Die Notrufe seien schneller in die Feuerwehrzentrale gekommen, als die Einsatzkräfte vor Ort sie abarbeiten konnten. Die Dorfstraße war komplett überflutet. "Ich habe mit dem Einsatzauto eine Bugwelle ins Wasser geschlagen", so Birkhofer. Seit dem Nachmittag sei die Dorfstraße wieder befahrbar, drei Einsätze liefen noch. "Wir hatten 55 Liter Starkregen auf den Quadratmeter", teilt die Gemeinde auf Anfrage mit. "Das ist sehr viel für eine Talgemeinde, dementsprechend kam es von den Hängen runter."
Deutscher Wetterdienst: Unwetter ziehen ab
Die schwersten Unwetter waren bereits am Mittwochabend. Noch bis Donnerstagabend kann es laut DWD teils kräftig regnen - danach soll sich die Lage bereits wieder beruhigen.