Der Tod mehrerer Krähen im Kurpark in Bad Krozingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) beschäftigt die Polizei. Drei Tiere waren Ende vergangener Woche von Bäumen gefallen und verendet. Was den Krähen zum Verhängnis geworden ist, sei noch unklar, sagte ein Sprecher jetzt.
War es eine Vergiftung?
Ein Tier sei schon untersucht worden, hieß es in einer Mitteilung der Polizei von vergangener Woche. Demnach hatte der Vogel keine offensichtlichen Verletzungen und wurde auch nicht beschossen.
Steckbrief Rabenvögel
Rabenvögel haben in den verschiedenen Kulturen einen ganz unterschiedlichen Ruf: Bei einigen gelten sie als Unglücksboten, bei anderen als Boten der Götter.
Ob die Krähen womöglich an einer Vergiftung etwa durch verdorbene Lebensmittel verendeten, sie absichtlich vergiftet wurden oder ob sie krank waren, untersuchen Fachleute aktuell noch. Ebenso gehen sie der Frage nach, um welche Art von Krähen es sich genau handelt. Es könne bis zu vier Wochen dauern, bis Ergebnisse vorliegen, sagte der Polizeisprecher weiter.
Inzwischen sind seinen Angaben zufolge vereinzelt weitere tote Krähen gefunden worden. Ob ein Zusammenhang besteht, sei aber noch völlig unklar. Auch sei noch nicht abzuschätzen, wie brisant der Fall sei. Man müsse bedenken, dass sich aktuell Tausende Tiere in den Bäumen aufhielten, sagte der Sprecher.
Oft sehr viele Krähen im Kurpark
Passanten im Bad Krozinger Kurpark hatten sich vergangene Woche bei der Polizei gemeldet. Sie hatten an zwei Tagen beobachtet, dass Krähen von Bäumen fielen und verendeten. Die Tiere hätten einen "benebelten" Eindruck gemacht, hieß es von den Ermittlern.
Der Kurpark von Bad Krozingen ist bekannt dafür, dass es dort immer wieder sehr viele Krähen in den Bäumen gibt. Auch aktuell ist das der Fall. Manche sprechen gar von einer Plage. Vor sechs Jahren waren mehrere Krähen verendet, mutmaßlich durch ausgelegte Giftköder. Im Magen der Tiere war nach damaligen Angaben der Polizei ein verbotenes Insektizid gefunden worden.