Nach dem tragischen Unfalltod eines Polizisten in Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) ist die Anteilnahme bei seinen Kollegen und in der Bevölkerung groß. Der 37-Jährige war am Sonntagabend zusammen mit einem 25 Jahre alten Kollegen zwischen Titisee und Neustadt mit einem Streifenwagen von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er verstarb an der Unfallstelle. Sein Kollege erlitt schwere Verletzungen.
Am Dienstag gedachten Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums in Freiburg mit einer Schweigeminute ihres verstorbenen Kollegen. Auch eine interne Trauerfeier war geplant. Er sei Teil der Stammbesatzung des Präsidiums und ein "sehr geschätzter Kollege" gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Zur Stammbesatzung zählen Kollegen, die über längere Zeit in bestimmten Schichten, Funktionen oder an einem Standort tätig sind.
Polizei-Beamter stirbt bei Unfall: Polizeifahrzeuge mit Trauerflor unterwegs
Im ganzen Land fuhren Dienstfahrzeuge mit Trauerflor, an Polizeigebäuden wurden Flaggen auf Halbmast gesetzt. Zahlreiche Menschen hätten in den sozialen Medien ihr Mitleid bekundet, so der Polizeisprecher.
Man spürt eine große Anteilnahme in der Bevölkerung.
Auch Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. Die gesamte Polizei Baden-Württembergs trauere mit ihnen, so Strobl in einer Pressemitteilung.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Der 25-jährige Polizist, der bei dem Unfall schwer verletzt wurde, befinde sich inzwischen auf dem Weg der Besserung, so der Polizeisprecher weiter. Seinen Angaben zufolge waren die Beamten am Sonntagabend wohl nicht mit Blaulicht im Einsatz. Dokumentiert sei nichts, ausgeschlossen sei es aber auch nicht. "Das müssen die Ermittlungen noch zeigen."