Die bundesweit beachtete Bewerbungsaktion auf das Priesteramt von neun Theologie-Studentinnen im Erzbistum Freiburg erhält weiteren Zuspruch. Am Montag veröffentlichte die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) eine Erklärung, in der es heißt: "Wir begrüßen die Aktion, die die Diskriminierung von Flinta innerhalb der katholischen Kirche einmal mehr vor Augen führt, gegen die wir uns ebenfalls einsetzen." FLINTA* ist ein Sammelbegriff und steht für Frauen, Lesben, Intersexuelle, Nichtbinäre, Transgender, Agender und weitere Geschlechter.
Frauenfrage in der katholischen Kirche Berufswunsch Priesterin: Viel Rückenwind für Freiburger Theologie-Studentinnen
Weiblich, katholisch, mutig: Neun Theologie-Studentinnen haben sich in Freiburg als Priesterinnen beworben - als Zeichen gegen Diskriminierung in der Kirche. Weihbischof Würtz reagiert.
Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche
Der Freiburger Diözesanverband der Frauengemeinschaft fordert, das Priesteramt für alle Geschlechter zu öffnen. Das Weihe- und Amtsverständnis in der katholischen Kirche müsse grundsätzlich neugestaltet werden. "Als größter Frauenverband werden wir nicht müde, diese Forderungen immer wieder zu stellen und uns so für eine geschlechtergerechte katholische Kirche einzusetzen", so der kfd-Diözesanverband Freiburg.
Seit Jahrzehnten Kritik an Kirchenrecht
Laut katholischem Kirchenrecht dürfen nur Männer Priester werden. Das Verbot für Frauen wird bereits seit Jahrzehnten kritisiert. Eine Änderung ist bislang nicht in Sicht. Mitte Mai hatten sich deshalb neun Theologie-Studentinnen beim Freiburger Priesterseminar auf das Priesteramt beworben. Sie gehören zur Initiative "Mein Gott diskriminiert nicht - meine Kirche schon". Für ihre Aktion hatten die jungen Frauen viel Rückenwind erhalten.