Ein Jahr ist es her, dass der damalige Papst Franziskus starb. Der Argentinier war der erste Nicht-Europäer im Papstamt. Er galt als bescheiden und volksnah und hatte den Ruf eines Brückenbauers. "Man hat gemerkt, dass er pastoral denkt, also Seelsorger ist. Das war ihm, glaube ich, immer ganz wichtig", sagt Stephan Ackermann, Bischof von Trier.
"Franziskus hat den starken Impuls gehabt, die Kirche zu verändern. Das hat er auch getan", so Ackermann weiter. Zwar habe er weniger eine präzise Strategie verfolgt, als vielmehr Räume geöffnet für kontroverse Gespräche. Jetzt, ein Jahr später, ist Papst Leo XIV. im Amt. Dieser beeindrucke ihn, mit der Vielzahl an Terminen, die er wahrnehme, beschreibt der Bischof von Trier im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.
Was er beobachte, sei eine Fortsetzung der Impulse, die Franziskus gegeben habe. "Ich denke, dass Leo auf diesem Weg weitergeht. In einem anderen Stil, mit einer anderen Persönlichkeit - zurückhaltender, abwägender. Aber wenn man anschaut, wie er spricht, was er sagt, beruft er sich sehr oft auf Franziskus und geht diesen Weg auch weiter."