Eine Zugbegleiterin wollte vergangenen Freitag routinemäßig den Fahrschein eines 42-jährigen Mannes in der Regionalbahn zwischen Laufenburg und Waldshut kontrollieren. Doch anstatt seinen Fahrschein zu zeigen, soll der Mann sexuelle Inhalte auf seinem Handy abgespielt haben. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.
Pornografische Darstellungen auf Handy gezeigt
Nach Angaben der Bundespolizei ist ein Vorfall dieser Art äußerst ungewöhnlich. In den vergangenen sechs Jahren habe es keinen vergleichbaren Fall gegeben, in dem Fahrgäste Bahnmitarbeitenden gezielt pornografische Inhalte gezeigt hätten, so eine Sprecherin der Bundespolizei. Deutlich häufiger werde die Polizei im Bahnverkehr wegen Beleidigungen oder Bedrohungen gegenüber Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern gerufen.
Strafverfahren wegen sexueller Belästigung und Beleidigung wurde eingeleitet
Die Zugbegleiterin informierte nach dem Vorfall die Bundespolizei. Am nächsten planmäßigen Halt wurde der 42-Jährige von den Beamten kontrolliert und aus dem Zug geholt. Als die Polizisten eintrafen, soll der Mann die 52-jährige Zugbegleiterin außerdem bedroht und beleidigt haben. Seine Identität wurde vor Ort festgestellt, zudem wurde ein Strafverfahren eingeleitet.