Rund 72 Prozent mehr Ladendiebstähle in Bahnhöfen

Straftaten im Nahverkehr in BW auf neuem Höchststand

Die Kriminalität an Bahnhöfen, in Bussen und Bahnen in Baden-Württemberg hat 2024 einen neuen Rekord erreicht. Für 2025 ist aber mit einem Rückgang zu rechnen.

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Im Jahr 2024 haben die Straftaten im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion hervor. Laut Ministerium registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 86.015 Straftaten an Bahnhöfen, Bussen und Bahnen. Damit zeige sich ein Zuwachs von etwa drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mehr Diebstähle und Aggressionsdelikte

Nach Angaben des Verkehrsministeriums zeigte sich der größte Zuwachs bei Ladendiebstählen in Bahnhofsgeschäften. Diese seien von 2023 auf 2024 um fast 72 Prozent angestiegen. Auch Aggressionsdelikte, wie etwa Bedrohungen oder Körperverletzungen, seien um 7,6 Prozent auf 5.825 Fälle angestiegen. Vor allem leichte Körperverletzungen hätten stark zugenommen.

Dabei werden laut Ministerium immer häufiger Fahrgäste Opfer von Aggressionen. Auch die Anzahl der Opfer von Gewalttaten habe zugenommen. Hier sei die Gewalt um rund zehn Prozent auf 6.907 Personen gestiegen. Das Personal der Verkehrsbetriebe sei 2024 ähnlich häufig betroffen gewesen wie im Vorjahr.

Rund drei von vier Fällen konnten aufgeklärt werden

Laut Ministerium konnte die Polizei etwa drei von vier Fällen aufklären. Für das Jahr 2025 liegen noch keine Fallzahlen vor, hier zeichne sich jedoch ein Rückgang an Gewalttaten ab.

Um die Situation zu verbessern, setzen einige Verkehrsunternehmen auf mehr Personal, aber auch auf Technik, wie etwa Bodycams. Außerdem wird das Personal bei besonderen Anlässen, wie dem Frühlingsfest oder dem Volksfest auf dem Cannstatter Wasen, deutlich aufgestockt.

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SWR

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