Sie steht unter dem Motto "Grüne Riesen, Zeitzeugen und Naturdenkmal" - die Sommertour vom Studio Friedrichshafen zu besonderen Bäumen in der Region. Am letzten Mittwoch in den Sommerferien macht die Tour noch einmal Halt und zwar auf der Insel Mainau (Kreis Konstanz). Die Baumsammlung auf der Insel umfasst etwa 250 verschiedene Arten, darunter auch viele seltene und imposante Bäume.
Eine Allee aus Urweltmammutbäumen
Vor mehr als einem halben Jahrhundert wurden auf der Insel Mainau die ersten Urweltmammutbäume gepflanzt. Eine Allee aus diesen riesigen Bäumen schmückt heute den Besucherweg zum Schmetterlingshaus. Beim Durchlaufen wirkt die Allee wie ein großer, grüner Tunnel.
Die Urweltmammutbäume sind bis zu 27 Meter hoch und haben teilweise einen Stammumfang von bis zu sechs Metern. Sie sind für ihre Größe noch ziemlich jung. Pro Jahr wachsen die Bäume rund einen Meter und dadurch seien sie in relativ kurzer Zeit zu sehr großen Bäumen geworden, sagt Gartenplaner Jonathan Fergg.
Auf der Insel Mainau stehen noch andere besondere Mammutbäume. Die Bergmammutbäume sind über 30 Meter hoch und können rund 1.000 Jahre alt werden. Da sie ein feuchtes Klima bevorzugen, habe ihnen der heiße und trockene Sommer zu schaffen gemacht, so Fergg. Zu sehen sei das vor allem in der Baumkrone. Dort haben sich braune Stellen gebildet.
Die Mammutbäume sind die höchsten Punkte auf der Insel und deswegen sind die auch zum Teil mit einem Blitzableiter ausgestattet.
Kuriose Trompetenbäume auf der Mainau
Etwas versteckter auf der Insel finden sich Trompetenbäume. Einer von ihnen ist nicht besonders groß, dafür aber kurios. Denn er ist nicht in die Höhe gewachsen, sondern besonders ausladend, fast schon liegend.
Laut Jonathan Fergg, Gartenplaner auf der Insel Mainau, nimmt der Trompetenbaum mit seiner Krone eine Fläche von ungefähr 100 Quadratmetern ein. Gerade dieser individuelle Wuchs zeige sehr schön, welchen Charakter alte Bäume entwickeln können, wenn sie über Jahrzehnte ausreichend Raum bekommen, so Fergg.