Auf dem Regio-Airport Mengen im Kreis Sigmaringen haben Technologieunternehmen am Donnerstag ihre autonom fliegenden Kleinflugzeuge präsentiert. Mit dabei war auch Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Sie ließ sich vor Ort von Studierenden der Universität Stuttgart den Stand der Forschung auf dem Gebiet erläutern. Im SWR-Interview zeigte sich Hoffmeister-Kraut überzeugt, dass autonomem Fliegen die Zukunft gehört - ähnlich wie auch autonomem Fahren.
Autonomes Fliegen ist die Zukunft und hat für uns eine genauso hohe Relevanz wie autonomes Fahren.
Keine Durchbrüche mit Flugtaxis in den nächsten Jahren
Mit insgesamt 1,3 Millionen Euro fördert das Land die Forschung für autonomes Fliegen auf dem Regio-Flughafen in Mengen. Daran beteiligt ist unter anderem auch das Institut für Flugmechanik und Flugregelung der Uni Stuttgart. Institutsleiter Walter Fichtner sagte, dass sich die Technologie immer weiter entwickle. Allerdings rechnet er nicht damit, dass es bei der Personenbeförderung mit Flugtaxis in den nächsten Jahren Durchbrüche geben werde. Und wenn überhaupt, dann nicht in Deutschland, sagte Fichtner. Hier gebe es keine "Megacities" und auch nicht die zahlungskräftigen Kunden dafür. Genutzt würden Drohnen aber zum Beispiel bereits beim Transport von Medikamenten oder Organen.
Aus dem Teststadium zum Geschäftsmodell?
Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut sagte, das Land Baden-Württemberg sei im Bereich "autonomes Fliegen" bereits gut aufgestellt. Es werde sehr viel in diese Richtung geforscht und entwickelt. Nun müsse aus der Forschung auch irgendwann ein "Geschäftsmodell" werden. Denn gerade der Luftfahrtbereich sei bereits hoch-automatisiert. Hoffmeister-Kraft hofft deshalb, dass irgendwann auch mehr Unternehmen in den Bereich einsteigen.