Bei einem Feuer in der Innenstadt von Mengen (Kreis Sigmaringen) ist am frühen Pfingstsonntag laut Polizei ein 36-jähriger Bewohner verletzt worden. Weitere Menschen konnten sich selbst aus dem Wohn- und Geschäftshaus in der Hauptstraße ins Freie retten oder wurden von der Feuerwehr aus ihren Wohnungen geholt. Das sagte der Sprecher der Feuerwehr Mengen, Christian Zielke, dem SWR auf Anfrage.
Die Lage sei zu Anfang "hochdramatisch" gewesen, so Zielke gegenüber dem SWR. Acht der zwölf Menschen in dem Haus hätten sich selbst unverletzt ins Freie retten können. Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten vier weitere Bewohner aus dem Gebäude in Sicherheit. Ein 36-jähriger Mann erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Feuerwehr in Mengen mit Großaufgebot im Einsatz
Da die Gefahr bestand, dass das Feuer auf der gesamten Länge des Daches durchbricht und dann laut Feuerwehr-Sprecher Christian Zielke theoretisch auch auf Nachbargebäude hätte überspringen können, waren insgesamt drei Drehleitern im Einsatz. Die Bevölkerung war über die Warn-App NINA aufgefordert worden, wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen auszustellen.
Brand in Mengen: Bewohner müssen erstmal woanders unterkommen
Mittlerweile ist das Feuer gelöscht. Da Strom und Wasser in dem Gebäude abgestellt sind, müssen die Bewohner woanders untergebracht werden, so Christian Zielke. Das Haus sei aktuell unbewohnbar und versiegelt, bestätigte ein Polizeisprecher dem SWR. Insgesamt waren um die 140 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten vor Ort. Die Polizei ermittelt nun zur Brandursache und geht nach ersten Schätzungen von einem Schaden in Höhe einer halben Million Euro aus.