Sieben Tage lang jeweils 22 Stunden auf dem Fahrrad, Essen während der Fahrt, kaum Schlaf und insgesamt 3.860 Kilometer durch Oberschwaben und das Allgäu. Daniel Steinhauser hat es geschafft: Er hat den Sieben-Tage-Weltrekord im Extremradfahren geknackt. Am Samstagvormittag kam der 42-Jährige in seiner Heimatstadt Bad Waldsee ins Ziel. Dort war am 25. April auch der Startschuss gefallen.
Herausforderungen: Kalte Nächte, Wind, Saharastaub und Pollen
Emotional völlig aufgewühlt sei er durch die vielen Eindrücken während der Fahrt, körperlich sei er extrem ausgelaugt, sagte Steinhauser direkt nach dem Ziel dem SWR. Zwischen 10 Minuten und drei Stunden habe er zwischendurch geschlafen. Herausfordernd seien vor allem die kalten Nächte gewesen - hinzu kamen Saharastaub, Pollen und der Wind, so Steinhauser. Der erste Wunsch nach dem Zieleinlauf? Spätzle und Pizza - zusammen. Sein Essen genoss er gleich vor Ort auf einem Campingstuhl neben der Bühne.
Sieben-Tage-Weltrekord im Extremradfahren geknackt
Der bisherige Sieben-Tage-Weltrekord im Extremradfahren lag bei gut 3.826 Kilometern, aufgestellt hatte ihn erst vor drei Wochen ein Brite im Raum Koblenz. Doch Daniel Steinhauser wollte das toppen. Der 42-Jährige war dazu mit seinem Rennrad auf Rundkursen im Raum Oberschwaben, Ulm und im Allgäu unterwegs, jeweils 22 Stunden am Tag. Während der Fahrt bekam er immer wieder energiespendende Flüssignahrung von Helfern in einem Begleitfahrzeug. Und auch ein Arzt und ein Physiotherapeut waren abrufbar. Die Aktion richtete sich nach den Richtlinien der World UltraCycling Association (WUCA).
Radfahren für einen guten Zweck
Wie auch schon bei seinem Weltrekord-Projekt auf dem Indoor-Fahrrad im Herbst 2024 hatte Daniel Steinhauser seine Tour mit einer Spendenaktion für einen guten Zweck verbunden. Wem der Weltrekordversuch gefällt, der kann Geld an ein Kinderhospiz im Allgäu spenden. Auch jetzt noch.