In Immenstaad am Bodensee ist dieses Jahr zum ersten Mal ein Fastnachtsprinz im Rollstuhl gewählt worden. Beim traditionellen Fastnachtsball der Narrenzunft "Hennenschlitter" fiel die Wahl auf den 25-jährigen Jonas Langenstein.
Fastnachtsprinz schon viele Jahre dabei
Jonas Langenstein mischt seit vielen Jahren bei den Immenstaader "Hennenschlitter" mit. Mit knapp zwei Jahren hatte er auf dem Obsthof seiner Eltern einen Unfall, der ihn in den Rollstuhl brachte. Ein Gabelstapler fuhr ihn damals an. Als der Narrenvater der Hennenschlitter ihn fragte, ob er dieses Jahr ihr Fastnachtsprinz werden wolle, sagte er direkt zu.
Klar, bin ich stolz, dass ich erwählt wurde. Aber das ist für mich auch ganz normal. Alle meine Fastnachtskumpels kenne ich über 20 Jahre und die kennen mich als Jonas – der eben im Rollstuhl sitzt.
Prinzenpaar kennt sich schon seit der Kindheit
Auch Lena Frank, die diesjährige Fastnachtsprinzessin, kennt Jonas seit ihrer Kindheit. Sie wollte nur antreten, wenn Jonas sie als Fastnachtsprinz begleitet. Wie für die anderen sei er für sie kein "Quotenprinz im Rollstuhl“, sondern einfach ein lustiger, verläßlicher und intelligenter Mensch.
Der Immenstaader Narrenverein will mit der ersten Wahl eines Prinzen im Rollstuhl zwar zeigen, dass die Fastnacht für alle lebbar ist, aber kein "Riesen-Statement" machen.
Der Jonas ist von kleinauf bei den "Hennenschlitter" dabei. Das ist ein Kerle wie jeder andere auch. Vielleicht ist es ein Zeichen, dass bei uns eben jeder Prinz werden kann!