Diesen Hochzeitstag werden Paare so leicht nicht vergessen: Wer am 6.6.2026 geheiratet hat, der braucht sich nur eine Schnapszahl zu merken. In der Vergangenheit waren solche Termine bei den Standesämtern häufig beliebt. Auch in diesem Jahr berichteten manche Städte am Bodensee, in Oberschwaben und im Allgäu von einem großen Andrang auf Trauungen an diesem Tag.
Nach eigenen Angaben war die Stadt Konstanz vorbereitet: Hier werden normalerweise vier Trauungen an einem Samstag durchgeführt. Für die Standesbeamten bedeutete der 6.6.2026 aber Extra-Schichten. Das Standesamt war extra länger geöffnet. So wären theoretisch bis zu zwölf Trauungen möglich gewesen, heißt es von der Stadt. Schlussendlich für den Termin angemeldet hätten sich zehn Paare.
Zusätzlichen Einsatz der Standesbeamten gab es beispielsweise auch in Ravensburg. Hier waren ausnahmsweise zwei Standesbeamte an zwei Standorten zeitgleich im Einsatz. So sollten sich auch dort neun Paare das Ja-Wort geben.
Nur eine einzige Hochzeit in Biberach
Anders sah es in Biberach aus. Hier gab es kein besonderes Interesse an der Schnapszahl, wie eine Sprecherin der Stadt berichtet. Es sollte am Samstag in Biberach nur eine Trauung stattfinden.
In Singen am Hohentwiel (Kreis Konstanz) gab es dagegen durchaus Interesse an einer Trauung mit Schnapszahl-Datum. Insgesamt habe der Trend zu den besonderen Hochzeitsterminen aber eher nachgelassen, so die Einschätzung eines Sprechers der Stadt. In Singen fanden fünf Trauungen statt.
Aber nicht nur der 6.6. sei beliebt. Besonders viele Anfragen habe es auch für den 26.6.2026 gegeben, so der Sprecher. Dann fänden sogar sieben Hochzeiten statt.
Auch die Stadt Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) bestätigt eine starke Nachfrage. Dort gab es fünf Trauungen für den 6.6.2026, aber auch großen Andrang auf den 20.6.2026 und 26.6.2026. Hochzeitspaare hätten sich diese Daten schon lange im Voraus gesichert, so die Stadt. Manche der Anfragen seien anderthalb Jahre im Voraus eingegangen. Viel Zeit um zu prüfen, bevor sie sich ewig binden.