Auf dem Gelände einer ehemaligen Spedition in Friedrichshafen (Bodenseekreis) rotteten seit vielen Jahren Lastwagen vor sich hin. Seit vergangener Woche ist dieser Lkw-Friedhof vollständig geräumt, wie Lars Gäbler von der Pressestelle des Landratsamtes Bodenseekreis dem SWR bestätigte.
Amtliche Begehung: Keine Hinweise auf Gefahren
Eine im "Südkurier" angekündigte Begehung des Geländes durch das Amt für Wasser- und Bodenschutz hat nach Angaben des Behördensprechers bereits vergangenen Mittwoch stattgefunden. Dabei sei das Grundstück in Augenschein genommen worden, wobei jedoch keine Hinweise auf Gefahren oder Belastungen des Grundwassers gefunden worden seien, sagte er.
Lediglich Müllreste hätten sich noch auf dem Grundstück befunden. Der Eigentümer sei daher gebeten worden, diese zu entfernen. Für das Landratsamt sei der Fall damit erledigt, erklärte Behördensprecher Gäbler.
Lost Place in Friedrichshafen durch YouTube berühmt
In den vergangenen Jahren haben mehrere Youtuber den Lkw-Friedhof besucht und ihre Eindrücke in diversen Videos festgehalten. Darin sind verwüstete Firmenräume und -hallen zu sehen, vor allem aber verrottete Lkw. Diese sind unter anderem mit Gestrüpp zugewachsen, teilweise sind Fensterscheiben eingeschlagen oder Planen aufgerissen. Die Lkw scheinen oft mutwillig zerstört und leer geplündert worden zu sein.
Diese Videos vom alten Speditionsgelände in Friedrichshafen wurden tausendfach angeschaut und kommentiert. Dabei herrschte überwiegend Unverständnis über die Zustände auf dem heruntergekommenen Gelände. Doch an der Situation auf dem Lkw-Friedhof änderte sich über Jahre nichts.
Lkw-Friedhof: Inventar wurde versteigert
Medienberichten zufolge war die Spedition 2013 insolvent gegangen. Wie der "Südkurier" weiter berichtet, hatte dann aber die zuständige Gerichtsvollzieherin nach diversen Gerichtsverfahren Anfang vergangenen Jahres das Inventar auf dem Gelände versteigert. In letzter Zeit leerte sich nun das Gelände und jetzt verschwand auch der letzte Schrott-Lkw.