In Weingarten (Kreis Ravensburg) hat es am Mittwoch einen Informationstag zum geplanten Windpark Altdorfer Wald gegeben. Ursprünglich waren 39 Windräder vorgesehen, nun sollen dort nach aktuellen Planungen noch 28 Anlagen errichtet werden.
Trotz der Reduzierung stößt das Projekt auf Kritik: Teilnehmer des Informationstags befürchteten, dass eines der wertvollsten Waldgebiete des Landes zu einem Industriegebiet umgestaltet werde. Besonders die für den Bau notwendigen Transportwege könnten das sensible Ökosystem nachhaltig schädigen. Das sagten sie dem SWR.
Dem widersprach Andreas Ring, der Geschäftsführer der Windpark Altdorfer Wald GmbH: Die Planung werde in enger Abstimmung mit Umwelt- und Wasserschutz erfolgen, erklärte er am Mittwoch. Zudem zeigten Studien, dass gerade im Altdorfer Wald ein großes Potenzial zur Nutzung von Windenergie bestehe.
Proteste gegen Windpark vor Kongresszentrum in Weingarten
Die Investoren, die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm und das Unternehmen iTerra Energy informierten insgesamt an zwei Tagen über die Planungen. Bereits am Dienstagabend fand eine Informationsveranstaltung für Gemeindevertreter im Kongresszentrum in Weingarten (Kreis Ravensburg) statt. Dabei konnten sich Gemeinderäte aus sieben betroffenen Gemeinden einen Einblick verschaffen. Gegner des geplanten Windparks protestierten vor der Kongresshalle und hielten Transparente in die Luft mit Aufschriften, wie etwa "Windräder töten Fledermäuse" und "Windräder gefährden die Gesundheit."
2029 könnte größter Windpark in Baden-Württemberg fertig sein
Am Mittwoch gab es dann Informationsveranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Sie mussten sich im Vorfeld für den Termin anmelden. Mit voraussichtlich 28 Windrädern wäre das Projekt nach seiner geplanten Fertigstellung im Jahr 2029 laut Medienberichten der größte Windpark in Baden-Württemberg.