"Ich gehe nicht auf Frauen los oder klaue Autos", sagte der Angeklagte am Mittwoch wörtlich zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Ravensburg. Er sei es nicht gewesen, habe zur Tatzeit wegen eines Bänderrisses gar nicht laufen können. Ganz anders sieht das die Staatsanwaltschaft.
Soll Frau in Wald entführt haben
Der Mann habe im Auto massenhaft DNA-Spuren hinterlassen, als er die 28-Jährige Ende vergangenen Jahres entführt habe, so die Staatsanwaltschaft. Er habe sie bei einem Leutkircher Supermarkt mit einem Messer gezwungen, sich auf den Beifahrersitz ihres Autos zu setzen. Dann sei er mit ihr zu einem Waldstück bei Bad Wurzach gefahren, um sie dort dazu zu zwingen, ihm Geld zu geben. Als sie fliehen wollte, habe er sie erstechen wollen. Der Frau gelang die Flucht jedoch leicht verletzt.
Das Auto fand die Polizei später an der A96 bei Leutkirch. Den mutmaßlichen Täter fasste sie gut einen Monat darauf mit Hilfe eines Phantombilds. Ein Urteil in dem Prozess wird Mitte Dezember erwartet.