Bürgerbüro, Bußgeldstelle, Ordnungs- und Ausländeramt - im Konstanzer Verwaltungsgebäude an der Laube gibt es viel Publikumsverkehr. Weil sich dort Drohungen und Übergriffe gegenüber Verwaltungsmitarbeitern und -mitarbeiterinnen in der Vergangenheit häuften, ist seit einigen Wochen Security vor Ort.
Sichtbarkeit von Security wirkt bereits deeskalierend
Allein die Anwesenheit von Sicherheitsleuten sorge schon für Deeskalation, so eine Sprecherin der Stadt auf SWR-Anfrage. Bei absehbar schwierigen Gesprächen stehe von Beginn an ein Sicherheitsmitarbeiter in unmittelbarer Nähe parat. Das Sicherheitsgefühl der Beschäftigten im Rathaus sei dadurch deutlich gestiegen. Auch würden Mitarbeitende der Behörden weniger bedrängt, zum Beispiel durch Kunden ohne Termin.
Wenn es doch zu schwierigen Situationen komme, könnten die Sicherheitsmitarbeiter schnell eingreifen oder, falls nötig, die Polizei hinzuziehen.
Stadt Konstanz führt Security in Ämtern ein Auch Landratsämter am Bodensee und in Oberschwaben brauchen Sicherheitsdienst
Nicht nur Konstanz schützt seine Mitarbeiter mit Sicherheitspersonal, auch Landratsämter haben Security im Einsatz. Wegen konkreter Übergriffe, aber auch wegen des Sicherheitsgefühls.
Sicherheitsleute bewähren sich nebenbei auch als Auskunftspersonen
Und es gebe einen ausgesprochen positiven Nebeneffekt: Die Sicherheitsmitarbeiter seien für viele Besucher eine erste Anlaufstelle bei Fragen, zum Beispiel nach dem Weg in das für ihr Anliegen zuständige Büro. Das Bürgeramt nehme wahr, dass sich die Besucherinnen und Besucher durch den direkten Kontakt mit den Security-Mitarbeitern viel besser zurechtfänden, so eine Sprecherin.