Knapp einen Monat vor Heiligabend beginnt auch in der Region Bodensee-Oberschwaben vielerorts der Verkauf von Weihnachtsbäumen. Wer sich einen Baum zulegen will, muss in diesem Jahr etwas tiefer in die Tasche greifen.
Eine Nordmanntanne zum Beispiel - nach wie vor der beliebteste Weihnachtsbaum - kostet in diesem Jahr zwischen 23 und 30 Euro pro Meter. Diese Preisspanne empfiehlt zumindest der Christbaumverband Baden-Württemberg seinen Mitgliedsbetrieben. Das sind ein bis zwei Euro mehr als im vergangenen Jahr.
So viel kostet ein Weihnachtsbaum bei regionalen Erzeugern
Preise, an denen sich auch Philipp Bentele orientiert. Er pflanzt in Berg bei Ravensburg auf einer Fläche von 40 Hektar Weihnachtsbäume an. Die Nordmanntanne kostet bei ihm 24 Euro pro Meter. Gründe für die höheren Preise sind laut Bentele gestiegene Kosten für Löhne und Material, wie zum Beispiel Dünger.
Auch Stefan Arnegger aus Tettnang (Bodenseekreis) startet an diesem Wochenende mit seinem Weihnachtsbaumverkauf. Bei ihm kostet der Baum zwischen 20 und 25 Euro - je nach Qualität. Kunden können sich bei einem Spaziergang durch Arneggers Weihnachtsbaumkultur einen Baum aussuchen, der dann für sie geschlagen wird.
Die Nordmanntanne sei aus guten Grund so beliebt, so Stefan Arnegger. "Die wächst schön gerade", sagt er. Außerdem habe sie weiche Nadeln und bleibe lange frisch. Manche Kunden würden aber auch andere Sorten bevorzugen - zum Beispiel die Colorado- oder die Koreatanne. Der Unterschied sei vor allem optischer Natur. "Das ist Geschmackssache", sagt Arnegger.
Kunden kaufen ihre Weihnachtsbäume immer früher
Die Weihnachtsbaumverkäufer beobachten, dass immer mehr Menschen ihren Baum nicht erst kurz vor Heiligabend in der Wohnung haben wollen. "Der Trend geht zum Adventsbaum", sagt Philipp Bentele.
Dadurch werde es aber zur Herausforderung, dass der Baum bis Heiligabend schön bleibt. Philipp Bentele hat einige Tipps: Wenn man den Baum kauft und nicht sofort aufstellt, sollte man ihn zunächst im Freien lagern. Am besten lässt man den Baum dabei auch im Netz, dass er feucht bleibt.
"Wenn der Baum dann mal steht, sollte man ihn nicht direkt an die Heizung stellen. Auch bei Zugluft trocknet er schneller aus", sagt Bentele. Was auch helfen kann: den Baum ab und zu mit Wasser besprühen. Philipp Bentele empfiehlt außerdem, den Weihnachtsbaum bei regionalen Erzeugern zu kaufen. Denn dieser Baum hat den kürzesten Weg hinter sich - und ist dementsprechend am frischesten.