Delikatesse für manche - hierzulande verboten

Zoll beschlagnahmt 130 tote Singvögel am Flughafen Friedrichshafen

Zollbeamte haben am Bodensee Airport in Friedrichshafen einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Sie entdeckten im Gepäck einer Reisegruppe tiefgefrorene Wachteln, Mönchsgrasmücken und Fleisch.

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Stand

In den Koffern einer Reisegruppe aus dem arabischen Raum haben Zollbeamte am Flughafen in Friedrichshafen 100 Kilogramm Fleisch - darunter 130 tote Singvögel - gefunden. Die Vögel waren tiefgefroren und für den Verzehr vorbereitet. Verpackt waren sie laut Zoll in Schalen, eingewickelt in Folie.

Singvögel wurden illegal gefangen

Die Vögel seien ein Mitbringsel, erklärte die verantwortliche Reisende gegenüber den Zollbeamten. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den Singvögeln um Wildfänge handelte - illegal gefangene Mönchsgrasmücken und Wachteln. Dabei werden die Tiere während des Vogelzuges unter anderem mit Netzen gefangen.

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Reisende muss 20.000 Euro Strafe zahlen

Die Reisende sei bereits Ende Juni kontrolliert worden. Der Zoll machte den außergewöhnlichen Fund erst jetzt öffentlich. Die Singvögel gelten in einigen Ländern als Delikatesse. In der EU sind sie streng geschützt. Ihre Einfuhr ist verboten, ebenso wie die von Fleisch aus Drittländern. Die Reisende musste 20.000 Euro Geldstrafe zahlen, das Fleisch und die toten Singvögel wurden vernichtet.

Der Zoll hat 130 tiefgefroeren Singvögel am Flughafen Friedrichshafen beschlagnahmt.
Die tiefgefrorenen Singvögel waren in Schachteln verpackt und in Folie eingewickelt. Pressestelle Zoll
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