Vorsitzender des Bauernverbands bestürzt

Kein Kavaliersdelikt: Eisenstange im Maiskolben

Ein Maiskolben, der offenbar mit einer Eisenstange präpariert war, hat in Kupferzell zu einem Sachschaden von rund 50.000 Euro geführt. Die Polizei sucht Hinweise.

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Stand

In Kupferzell-Hesselbronn (Hohenlohekreis) hat ein mit einer Eisenstange präparierter Maiskolben einen Häcksler zerstört. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wollte der Landwirt am Freitagabend den Mais häckseln. Ein oder mehrere Unbekannte sollen dem Bericht zufolge aber mindestens einen Maiskolben "mit einem harten Gegenstand" präpariert haben, hieß es zunächst. Am Montag stellte die Polizei klar: Es handelt sich um ein sogenanntes Armierungseisen, also eine Stange aus Betonstahl.

"Harter Gegenstand" im Maisfeld - nicht der erste Fall

Als die Eisenstange dann in den Häcksler kam, zerstörte sie das Häckselwerk und weitere Teile des Häckslers so stark, dass die Polizei aktuell von einem Schaden von rund 50.000 Euro ausgeht. Wer Hinweise auf den oder die Täter geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Künzelsau zu melden.

Einen ähnlichen Vorfall hatte die Polizei bereits vor einer Woche gemeldet. In einem Feld in Uhingen (Kreis Göppingen) wurde ein Metallteil an einem Maiskolben befestigt. Der Metalldetektor der Erntemaschine löste allerdings rechtzeitig aus, nur so konnte Schlimmeres verhindern.

Jürgen Maurer: "Kein dummer Jungenstreich"

Inzwischen hat sich auch Jürgen Maurer, Vorsitzender des Bauernverbandes Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems, geäußert. Er verurteilt die aus seiner Sicht vorsätzliche Tat. Das sei kein dummer Jungenstreich, kein Kavaliersdelikt, äußert Maurer im Gespräch mit dem SWR.

Es sei ein glücklicher Zufall gewesen, dass niemand verletzt worden sei. Der Häcksler hätte auch in seine Einzelteile zerbersten können, erklärt er. Dadurch sei auch das gesamte Umfeld um die Erntemaschine in Gefahr gewesen. Er hofft daher auf eine schnelle Aufklärung und eine strafrechtliche Verfolgung des oder der Täter.

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