Der Fall dürfte selbst erfahrene Ermittler überrascht haben: Ein 74-jähriger Mann soll über Jahre hinweg als Serieneinbrecher in der Region Heilbronn-Franken und darüber hinaus aktiv gewesen sein. Der mutmaßliche Täter - ein Rentner - steht im Verdacht, deutlich mehr Einbrüche begangen zu haben als zunächst angenommen. Laut Polizei hat er unter anderem in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) und zuletzt in Möckmühl (Kreis Heilbronn) zugeschlagen. Dort wurde der Mann gefasst.
74-Jähriger aus Polen in der dunklen Jahreszeit angereist
Nach der Festnahme des Mannes im Februar dieses Jahres zeigt sich nun: Es handelt sich um eine umfangreiche Serie von Straftaten. Zunächst wurden dem Mann rund 50 Taten zugeschrieben, inzwischen gehen die Behörden davon aus, dass der Mann für insgesamt 67 Einbrüche in Wohnungen und Häuser verantwortlich sein könnte.
Der 74-Jährige soll seine Taten über einen Zeitraum von rund zwölf Jahren hinweg geplant haben. Nach bisherigen Erkenntnissen reiste er regelmäßig zur klassischen Einbruchsaison im Winter aus Polen nach Deutschland ein. Sein bevorzugtes Einsatzgebiet lag offenbar in Mainfranken, heißt es. Dort soll er nicht nur wiederholt zugeschlagen, sondern auch stets dieselbe Unterkunft genutzt haben.
Nach Beutezug: Ermittler kommen ihm über das Auto auf die Spur
Die Ermittler der Kriminalpolizei Würzburg sowie des Polizeipräsidiums Heilbronn konnten zunächst ein Auto identifizieren, mit dem der damals noch 73-Jährige immer wieder zu den Tatorten gefahren sein soll. Er wurde im bayrischen Kitzingen festgenommen. Noch dauern die Ermittlungen an. Ob sich der Verdacht in vollem Umfang bestätigt, müssen nun die weiteren Untersuchungen zeigen.