"Artemis 3" doch ohne deutschen Astronauten

(Noch) kein Ticket zum Mond für Künzelsauer Alexander Gerst

Für die nächste Mondmission "Artemis 3" hatte die ESA erwartet, einen deutschen Astronauten mitschicken zu können. Doch die Pläne haben sich geändert und ein Italiener fliegt mit.

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Stand

Von Autor/in Alice Robra

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat die Crewmitglieder der nächsten Artemis-Mission bekannt gegeben. Auch der aus Künzelsau (Hohenlohekreis) stammende Alexander Gerst hatte sich dafür Hoffnungen gemacht. Den Zuschlag für den einen europäischen Platz bekam jedoch der italienische Astronaut Luca Parmitano.

Er soll der Pilot für die Mission 2027 sein. Drei weitere Plätze gehen an amerikanische Astronauten. Ursprünglich war ein deutscher Astronaut für die nächste Mondmission vorgesehen gewesen. Doch die Pläne haben sich grundlegend geändert.

Weiterhin Hoffnung, dass Alexander Gerst auf dem Mond landet

Bei der kommenden Mission ist wie bei den beiden bisherigen noch keine Landung auf dem Mond geplant. Stattdessen soll die Technik geprüft werden, die man für eine Mondlandung braucht. Diese ist frühestens 2028 vorgesehen. Der Chef der europäischen Raumfahrtbehörde ESA, Josef Aschbacher, bestätigte aber nochmals, dass er für den tatsächlichen Flug zum Mond einen deutschen Astronauten vorsehe. Das könnten also entweder Alexander Gerst oder sein Kollege Matthias Maurer sein. Garantieren könne er es aber nicht.

Spezielles Anforderungsprofil für aktuelle Mission

Für den nun anstehenden Flug hatte die NASA ein spezielles Anforderungsprofil, sagte Josef Aschbacher der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Sie haben ganz konkret einen Testpiloten gesucht und in unserem Astronautencorps gibt es nur einen Testpiloten und das ist Luca Parmitano." Alexander Gerst war bisher bei zwei Einsätzen auf der Internationalen Raumstation ISS dabei, beim zweiten Mal als Kommandant. Der 50-Jährige ist Geophysiker und spezialisierte sich auf die Erforschung von Vulkanen.

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Luca Parmitano wurde an der italienischen Luftwaffenakademie ausgebildet und war mehrfach bei Andockmanövern an der Internationalen Raumstation ISS beteiligt. Bekannt wurde er, weil er 2013 fast im Weltall ertrunken wäre. Bei einem Außeneinsatz hatte sich sein Helm mit Wasser gefüllt und er hatte es nur knapp zurück an Bord geschafft.

Wettlauf gegen China - Mondlandungen noch 2028 geplant

Nicht nur die USA planen eine Mondlandung, auch China verfolgt ein Programm und will bis 2030 Menschen auf den Mond bringen. Die NASA will schneller sein und hofft 2028 mit "Artemis 4" und "Artemis 5" womöglich gleich zwei Mondlandungen zu unternehmen. In der Vergangenheit gab es aber immer wieder Verzögerungen. Jetzt aber sei die NASA "extrem zuversichtlich", sagte der Chef der NASA, Jared Isaacman. "Wir werden noch vor Ende 2028 zum Mond zurückkehren."

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