Ex-Mann und Täterpaar vor Gericht

War es versuchter Auftragsmord an Ex-Frau? Landgericht verhandelt Waldenburger Tat

In Heilbronn hat der Prozess wegen eines versuchten Auftragsmordes begonnen. Ein Ehemann wollte seine Frau durch einen Komplizen bei einem vorgetäuschten Autounfall töten lassen.

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Von Autor/in Ulrike Schirmer

Am Landgericht Heilbronn hat am Donnerstag der Prozess um einen mutmaßlichen Auftragsmord begonnen, der im Mai 2025 für Schlagzeilen sorgte. Drei Angeklagte stehen vor Gericht: der geschiedene Ehemann und ein für die Tat angeheuertes Paar. Der Mann der beiden soll laut Anklage die Ehefrau gezielt mit einem Auto angefahren haben. Vor Gericht haben sich die Angeklagten am ersten Prozesstag nicht zur Tat geäußert.

Heimtückische Tat vor dem Kindergarten

Der Vorfall ereignete sich vor dem Kindergarten Kleeblatt in Waldenburg (Hohenlohekreis). Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollte die Tat wie ein Autounfall aussehen. Die damals 30-jährige noch Ehefrau war gerade auf dem Weg, das gemeinsame Kind vom Kindergarten abzuholen, als sie am Eingang des Geländes von dem Fahrzeug erfasst wurde. Dabei wurde sie schwer verletzt, jedoch nicht lebensgefährlich.

Die Anklage wirft dem 41 Jahre alten Ex-Mann der Frau und dem mitangeklagten Täter-Paar versuchten Mord aus Heimtücke und Habgier vor. Demnach soll der damals schon von seiner Frau getrennt lebende Mann seinen Komplizen 15.000 Euro für die Ausführung der Tat angeboten haben. Wie es heißt, wurde die Tat über mehrere Monate hinweg geplant.

Opfer ausspioniert, um Mordplan zu schmieden

Die drei Angeklagten sollen gemeinsam einen Plan geschmiedet haben, wie die Tat ablaufen könnte. Sie lauerten der Frau auf, um ihre Tagesabläufe zu erkunden und schafften bereits im März ein Auto an, das als Tatfahrzeug eingesetzt werden sollte.

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Angeklagte seit Monaten in Untersuchungshaft

Das Tatauto hatte die Polizei den Angaben zufolge schon kurz nach dem vermeintlichen Unfall in einer Tiefgarage in Öhringen (Hohenlohekreis) entdeckt. Die Spuren führten dann zu einem 33-Jährigen und seiner 28 Jahre alten Lebensgefährtin. Alle drei Beschuldigten sitzen seit Juni 2025 in Untersuchungshaft. Laut Gericht wird der Prozess bis Ende März dauern. Insgesamt werden über 90 Zeuginnen und Zeugen vernommen. Der nächste Sitzungstag ist für den 20. Januar vorgesehen.

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