Nach dem tödlichen Zugunfall einer Frau in Leingarten (Kreis Heilbronn) am Samstag möchte die Betreibergesellschaft die Sicherheit des Bahnübergangs prüfen. Wie eine Sprecherin der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) erklärte, könne man nach so einem tragischen Unfall nicht zum Alltag übergehen. Man drücke der Familie sein Beileid aus.
Nach so einem tragischen Unfall, der [...] Samstagabend passiert ist, ist es selbstverständlich, dass man nicht zum Alltag übergeht, sondern [...] weitere Untersuchungen stattfinden werden.
AVG setzt immer häufiger auf Schranken
Schirin Maier erklärte, dass bei neueren Bahnanlagen mittlerweile häufiger Schranken eingesetzt würden. Dies müsse jetzt in Leingarten nochmal geprüft werden.
Für die AVG ist allerdings wichtig zu betonen, dass eine rote Ampel auch bei Bahnübergängen "Stehenbleiben" heißt. Das gelte auch dann, wenn es lange dauere, bis der Zug tatsächlich durchfahre, denn die Züge könnten sich dann sehr schnell nähern. Auf der Strecke fahren die Züge mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde.
Sollte es dort eine Schranke geben?
Unter den Leuten, die den Bahnübergang in Leingarten regelmäßig nutzen, gehen die Meinungen auseinander, ob sie mehr Sicherheit fordern. Einige weisen auf die Selbstverantwortung hin, wenn man vor einer roten Ampel steht. Carmen Krauß ergänzt im Bezug auf zusätzliche Schranken: "Das bringt nichts. Ich sehe es doch am Bahnhof unten. Da gibt es ja Abschrankungen." Auch andere berichten, dass viele von Kopfhörern und Handys abgelenkt würden.
"So kleine Schranken, das wäre das einzige, dass sie wirklich stehenbleiben müssen. Gerade wenn sie da mit den E-Scootern drüber fahren", schlägt Anwohnerin Irene Michalak vor.