Bei Bosch Engineering werden weltweit rund 460 Stellen abgebaut. Davon rund 360 in Abstatt (Kreis Heilbronn) und Holzkirchen bei München. Das hat das Unternehmen am Dienstag mitgeteilt. Begründet wird der Schritt mit einer schwachen Marktlage und den Unsicherheiten durch die globale Zollpolitik. Der Stellenabbau soll laut Bosch Engineering sozialverträglich sein.
Bosch Engineering bekommt Konkurrenz aus China
Der Markt für Ingenieursdienstleistungen entwickelt sich laut der Bosch-Tochter Bosch Engineering nicht so wie prognostiziert - aktuell würde es weitreichende Verschiebungen von Kundenprojekten geben. Zudem sei das Unternehmen in allen Märkten einem verstärkten Wettbewerb ausgesetzt, insbesondere durch Firmen aus China. Deshalb musste Bosch Engineering nach eigenen Angaben auf die bestehenden Überkapazitäten und den hohen Kostendruck reagieren, um sich weiter wettbewerbs- und zukunftsfähig zu sein.
Unsere bisherigen Bemühungen der letzten Jahre, Kosten zu reduzieren und dadurch unsere Wettbewerbsstärke zu sichern, sind angesichts der anhaltenden Marktschwäche nicht ausreichend.
Protestaktionen und Kritik gegen Stellenabbau
Über den geplanten Arbeitsplatzabbau soll es nun Gespräche mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern geben. Von Seiten der IG-Metall gibt es schon seit Monaten Kritik am geplanten Stellenabbau. Immer wieder gab es auch Protestaktionen. Gleichzeitig hatte Bosch Engineering auch am Hauptsitz in Abstatt im vergangenen Oktober die wöchentliche Arbeitszeit von 40 auf 37 Stunden reduziert, um Gehälter zu sparen. Zum 1. Januar 2025 wurde die wöchentliche Arbeitszeit weiter auf 36 Stunden reduziert.
Das 100-prozentige Tochterunternehmen von Bosch entwickelt individuelle Lösungen im Mobilitätsbereich unter anderem für Autos, Züge, Baumaschinen, Boote oder im Motorsport.