Wohnung für Geschäfte angemietet: Drogen, Waffen und Geld sichergestellt

Polizei zerschlägt Drogenbande im Hohenlohekreis

Die Polizei hat fünf Männer festgenommen. Sie sollen als Bande im großen Stil mit Rauschgift aller Art gehandelt haben. Bei den Durchsuchungen wurden auch Waffen gefunden.

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Von Autor/in Jan Arnecke

In Forchtenberg (Hohenlohekreis) hat die Polizei nach intensiven verdeckten Ermittlungen einen Rauschgiftring zerschlagen. Das teilte die Polizei am Donnerstagmittag mit. Es handelt sich um fünf Männer, denen unter anderem bewaffneter bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen wird.

Dealerbande zerschlagen: Von Cannabis bis Ketamin - alles dabei

Die Männer sollen auch eine Wohnung in Forchtenberg angemietet haben, die ausschließlich dazu gedient haben soll, Rauschgiftgeschäfte abzuwickeln. Bei einer Durchsuchung Ende August wurden dort jede Menge Beweismittel gefunden. Neben mehreren Kilogramm Amphetamingemisch und Ecstasy-Tabletten, fanden die Beamten auch mehrere Kilogramm Marihuana und andere THC-haltige Produkte, LSD, Kokain und Ketamin, sowie einige Waffen, darunter Schlagstöcke, Messer und Gaspistolen.

Forchtenberger Dealer liefern fast täglich Drogen aus

Zudem wurden zahlreiche Gegenstände sichergestellt, die für den Verkauf und Versand der Drogen notwendig sind. Die Drogen wurden einerseits schlicht per Post verschickt. Allerdings soll mindestens einer der Männer dazu auch noch beinahe jeden Tag im ganzen Hohenlohekreis und der näheren Umgebung mit einem Fahrzeug Kurierfahrten gemacht und so Drogen ausgeliefert haben.

Auch jede Menge Geld wurde gefunden, sowie eine Luxusuhr, Gold, Silber und mehrere sogenannte Kryptowallets. Das sind digitale Geldbörsen für sogenannte Krypto-Währungen wie Bitcoin, denen nachgesagt wird, dass man sie schwer nachverfolgen kann. Vor allem im Darknet wird diese Methode von Kriminellen oft zur Bezahlung oder für illegale Geschäfte genutzt.

Polizei kommt Dealern in Forchtenberg durch Zoll auf die Spur

Auf die Spur kamen die Ermittler den fünf Tatverdächtigen, die dem Polizeibericht zufolge zwischen 20 und 27 Jahren alt sind, schon im Januar. Dann folgten monatelange verdeckte Ermittlungen. Im Januar konnte der Zoll zwei Pakete an Packstationen in Forchtenberg und Heilbronn abfangen, mit dem Verdacht, dass darin Drogen sein könnten.

Und sie hatten recht: In den Paketen waren einmal ein Kilo Amphetamin und einmal 50 Gramm Crystal Meth sowie 30 Gramm Heroin. In den darauffolgenden Ermittlungen konnte noch ein Paket, diesmal mit dreieinhalb Kilo Ecstasy-Tabletten sichergestellt werden. Dabei gelang es den Ermittlern dann auch die fünf Tatverdächtigen zu identifizieren. Seit dem 27. August sitzen alle fünf Männer in unterschiedlichen Gefängnissen in Untersuchungshaft.

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