Elegant und streng gleichermaßen - so ist Queen Elizabeth II. vielen in Erinnerung geblieben. Am 21. April 2026 wäre sie 100 Jahre alt geworden. Vor allem in Langenburg (Kreis Schwäbisch Hall) denkt man an diesem Tag an die Königin zurück. Denn dort ist die Verbindung ins britische Königshaus keine Fußnote der Geschichte, sondern Teil der eigenen Familienerinnerungen.
Über Prinz Philip, den Ehemann der Queen, bestehen enge verwandtschaftliche Beziehungen zur Fürstenfamilie zu Hohenlohe-Langenburg. Immer wieder kam es dadurch zu Begegnungen - offiziell, aber auch sehr persönlich.
100 Jahre Queen: Einzigartiger Besuch in Langenburg
"Sie war natürlich eine Person des Jahrhunderts", erinnert sich Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg im SWR-Interview. Und trotzdem seien die Treffen oft überraschend unkompliziert gewesen.
Sie zu treffen ist jedes Mal eine besondere Ehre gewesen. Es war jedesmal aufregend und spannend - aber auch humorvoll. Man konnte mit ihr auch lachen.
Ein Besuch, der sich bis heute ins Gedächtnis eingebrannt hat, war das Jahr 1965. Damals kam die Queen selbst nach Langenburg und versetzte die kleine Stadt in den Ausnahmezustand. Die Straßen voller Menschen, der Empfang minutiös geplant, die Spannung groß. Und dann passierte es: Eine Autopanne verzögerte die Ankunft. Das Essen kühlte zwischenzeitlich aus, erinnerte sich der Fürst. Anekdoten, die bis heute weitergegeben werden.
Philipp Fürst von Hohenlohe-Langenburg weiß, der Besuch der Queen war ein riesiger organisatorischer Aufwand. Dennoch - er wirkt bis heute nach: Der Mercedes 300d in Sonderausführung, mit dem Elizabeth am 24. Mai vorfuhr, ist heute im Deutschen Automuseum in Langenburg zu besichtigen.
"Queen Elizabeth" fasziniert bis heute
Auch wenn die Königin danach nicht mehr die Region besuchte, die persönliche Verbindung riss nie ganz ab. Prinz Philip besuchte seine Familie weiterhin und war noch mehrere Male bei seiner älteren Schwester und ihren Kindern und Enkeln in Hohenlohe zu Gast. Der Kontakt ist eng geblieben, immerhin ist Philipp Fürst von Hohenlohe-Langenburg der Patensohn von Prinzessin Anne.
Auch die Verbindung zwischen Queen Elisabeth II. und der Familie Hohenlohe-Langenburg blieb bestehen, etwa durch regelmäßigen Austausch und private Besuche in England. Die Queen sei immer sehr interessiert an der Familie gewesen, erinnert sich der Fürst. Es sei ein guter Austausch gewesen und man konnte auch viel Spaß haben und "abends mal zusammensitzen, fast wie ein normaler Familienbesuch", erzählt er. Natürlich sei sie eine große Persönlichkeit gewesen, "aber am Ende war es Familie".