Ein Unternehmen in Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) hat vergangene Woche gefälschte Bankschreiben erhalten und daraufhin die Polizei eingeschaltet. Die Briefe wirkten täuschend echt und enthielten sogar korrekte Kontaktdaten einer Bank. Auffällig war jedoch die Aufforderung, einen QR-Code zu scannen, um angeblich ein Gerät für das Online-Banking zu registrieren. Hinter der Masche steckt ein Betrugsversuch, vor dem die Polizei nun warnt.
Täuschend echte Bankschreiben
Nach Angaben der Polizei waren Briefkopf, Absenderadresse und Kontaktdaten in den Schreiben kaum von einem echten Bankbrief zu unterscheiden. Lediglich die angegebene E-Mail-Adresse wich minimal vom Original ab. In den Briefen wurde behauptet, seit dem 1. Januar 2026 würden europaweit strengere Vorgaben zur Betrugsprävention im Zahlungsverkehr gelten. Deshalb dürfe künftig nur noch mit bestätigten Endgeräten auf das Online-Banking zugegriffen werden.
Polizei warnt vor Betrugsmasche "Quishing"
Die Empfänger sollten einen QR-Code scannen, um ihr Gerät angeblich zu registrieren. Dabei handelt es sich laut Polizei um eine Betrugsmasche namens "Quishing": eine Kombination aus den Begriffen "QR-Code" und "Phishing". Kriminelle versuchen dabei, Menschen über QR-Codes auf gefälschte Internetseiten zu locken, um an sensible Daten wie Passwörter, PINs oder Bankdaten zu gelangen. Die Polizei rät deshalb, QR-Codes und Links aus solchen Schreiben nicht zu öffnen und im Zweifel ausschließlich offizielle Kontaktwege der Bank zu nutzen. Zugangsdaten, PINs oder TANs sollten niemals auf unbekannten Webseiten eingegeben werden, so die Polizei.