Ein Großbrand hat seit dem frühen Freitagmorgen die Einsatzkräfte in Kirchardt (Kreis Heilbronn) beschäftigt. Dort brannten seit 5 Uhr auf dem Gelände eines Unternehmens für Batterierecycling drei sogenannte Lkw-Wechselbrücken. Sie waren mit Altbatterien beladen. Nach Angaben der Polizei zog eine riesige Rauchwolke in Richtung Eppingen-Richen (Kreis Heilbronn). Nach bisherigen Erkenntnissen sollen keine Schadstoffe in die Luft gelangt sein.
Großbrand in Kirchardt: Feuerwehr warnt Anwohner
Das hätten erste Luftmessungen der Feuerwehr im Ortsteil Berwangen sowie in Ittlingen (Kreis Heilbronn) und Eppingen-Richen ergeben, sagte ein Polizeisprecher auf SWR-Nachfrage. Aktuell laufen demnach noch Wasserproben am Kanal sowie am Löschwasserrückhaltebecken. Vorsorglich wurden Anwohnerinnen und Anwohner am Morgen gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten und das Gebiet zu meiden.
Dem Einsatzleiter der Feuerwehr, Markus Bucher zufolge, hätte auch das Sicherheitskonzept des Unternehmens gut funktioniert. Die Batterien werden nämlich absichtlich im Freien gelagert, falls sie einmal Feuer fangen.
Auch deshalb hätten es die Feuerwehrleute mit vereinten Kräften geschafft ein Übergreifen des Feuers auf das Gebäude zu verhindern. Ein Teil der gelagerten Batterien wurde zur Sicherheit in ein Wasserbad gelegt, schließt Bucher ab.
Großeinsatz: Über 100 Feuerwehrleute in Kirchardt im Einsatz
Die Feuerwehr Kirchardt spricht von einem Großbrand. Auch Feuerwehren aus umliegenden Gemeinden waren vor Ort im Einsatz - mit insgesamt 111 Einsatzkräften und 29 Fahrzeugen. Bei dem Brand entstand ersten Schätzungen zufolge ein Schaden von rund 140.000 Euro.
Warum die drei Wechselbrücken in Brand geraten sind, ist bislang offen. Die Ermittlungen laufen.
Wechselbrücken sehen aus wie Lkw-Anhänger auf Stelzen. Von beiden Seiten können sie von Lkw angefahren und die Ladung über die Brücken ausgetauscht werden. Zum Teil wird darin Ladung zwischengelagert.