In Bühlerzell (Kreis Schwäbisch Hall) haben Feuerwehr und Landwirte möglicherweise einen größeren Umweltschaden verhindert. Rund 60.000 Liter Gülle waren dort am Samstagnachmittag aus einem Auffangbecken ausgelaufen und in den Gunzenbach geflossen. Die möglichen Folgeschäden waren direkt nach dem Vorfall noch unklar. Doch jetzt die vorläufige gute Nachricht: Schlimmeres konnte wohl verhindert werden.
Teamarbeit beim Gülle-Unfall: Feuerwehr und Landwirte verhindern Ausbreitung
Die Feuerwehr rückte nach dem Vorfall sofort aus und errichtete eine Bachsperre. Parallel dazu hatten die Einsatzkräfte auch bereits die Landwirte verständigt, so berichtet es der stellvertretende Bühlerzeller Bürgermeister Martin Eberst. Nur fünf Minuten später seien die ebenfalls vor Ort gewesen und halfen beim Abpumpen der Gülle.
Wäre die Feuerwehr nicht so fix gewesen, wären die Landwirte nicht so fix gewesen, dann hätte das vielleicht schon anders ausgehen können.
Auch die örtlichen Fischereiverbände beteiligten sich: Rund fünf Kilometer liefen die Freiwilligen den Gunzenbach und die Bühler ab, auf der Suche nach toten Fischen. Gefunden wurde keiner. Das Fazit von Martin Eberst: Bislang zumindest seien die Folgen überschaubar geblieben und keine weiteren Maßnahmen erforderlich - dank des schnellen Eingriffs.
Beim Abpumpen der Gülle: Ventil war offen
Zu dem Unfall kam es laut Polizei, als ein Landwirt Gülle von einem Auffangbecken in ein anderes pumpte. Dabei war jedoch ein Ventil offen. Wie lange, das ermittelt noch die Polizei. Denn wie hoch die Verunreinigung am Ende ist, ob ein Umweltdelikt vorliegt und inwiefern der Landwirt zur Rechenschaft gezogen werden muss, das muss noch geklärt werden.