Die hohen Temperaturen haben am Wochenende zu mehreren Bränden in der Region Heilbronn-Franken geführt. Wie die Polizei mitteilt, kam es unter anderem zu einigen Flächenbränden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen - unter anderem bei Gemmingen und Bad Friedrichshall (beide Kreis Heilbronn). In Untereisesheim (ebenfalls Kreis Heilbronn) brannte ein Verteilerkasten: 40.000 Haushalte im Kreis Heilbronn waren deshalb zeitweise ohne Internet. Zunächst war von einem Trafohäuschen die Rede.
Extreme Hitze: Weggeworfene E-Zigarette löst Brand aus
Nach Angaben einer Polizeisprecherin war in Bad Friedrichshall eine weggeworfene E-Zigarette die Ursache des Feuers am Sonntag. Kurz vor 14 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert: Im Stadtteil Kochendorf brannte bereits großflächig ein abgeerntetes Getreidefeld, heißt es auf der Facebookseite der Feuerwehr.
Ein Landwirt war bereits vor Ort und verhinderte durch sein schnelles Eingreifen eine weitere Ausbreitung der Flammen. Die Feuerwehr konnte den Brand anschließend unter Kontrolle bringen und ablöschen. Um mögliche Glutnester oder Funkenflug auszuschließen, kontrollierten die Einsatzkräfte die umliegenden Bereiche zusätzlich mit einer Drohne.
Das betroffene Feld liegt in der Nähe einer Biogasanlage. Insgesamt brannte eine Fläche von rund 6.000 Quadratmetern ab.
Außerdem fing bei Gemmingen während Drescharbeiten ein Feld Feuer. Zudem brannte bei Bad Rappenau (Kreis Heilbronn) Stroh.
Feuer im Verteilerkasten: 40.000 Haushalte ohne Internet
Ein technischer Defekt hat am Sonntag darüber hinaus in Untereisesheim einen Verteilerkasten der Firma Vodafone in Brand gesetzt. Das bestätigte der Netzbetreiber Syna. Gegen 12 Uhr am Mittag soll zunächst das Internet für Giganetz-Kunden ausgefallen sein. Als Grund dafür vermutet Syna eine Beschädigung an einem oder mehreren Giganetz-Glasfaser-Kabeln.
Diese Kabel seien nachträglich verlegt worden. Die Beschädigung habe zu einem Kurzschluss geführt und der wiederum zum Brand des Verteilerkastens. Das soll gegen 19:20 Uhr gewesen sein, teilt Syna mit. Dabei sei auch ein Syna-Verteilerkasten beschädigt worden. Das habe zusätzlich zu einem Stromausfall im Bereich der Untereisesheimer Sporthalle geführt. Die Reparaturarbeiten laufen.
Wie viele Menschen vom diesem Stromausfall betroffen waren, ist nicht bekannt. Da durch den Brand auch noch ein sogenannter Netzkoppelpunkt der Giganetz beschädigt wurde, hatten laut Polizei am Sonntag mindestens 40.000 Menschen kein Internet - und das bis in den Hohenlohekreis hinein. Am späten Montagabend teilte Giganetz mit, dass die großflächige Internetstörung behoben sei. Auch Vodafone wollte am Montag den Schaden beheben.
Blitzeinschlag? Stromausfall in Lauda-Königshofen
Ohne Strom waren hingegen mehrere Haushalte rund um Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis). Zunächst ging eine Polizeisprecherin davon aus, dass ein Blitz in einen Strommast eingeschlagen war. Laut Feuerwehr handelte es sich allerdings vermutlich um einen technischen Defekt. Augenzeugen hatten wohl an dem Strommast ein "Blitzen" gesehen sowie einen größeren Lichtbogen, so Kreisbrandmeister Andreas Geyer.