Am Samstagmittag um kurz nach 12 Uhr sind gleich mehrere Wildschweine über die A6 bei Kirchardt (Kreis Heilbronn) gelaufen. Nach Angaben der Polizei konnten zwei Autofahrer den Tieren nicht mehr ausweichen. Die beiden Wildschweine wurden bei dem Zusammenstoß tödlich verletzt, die Autofahrer blieben unverletzt.
Unfall auf A6 in Richtung Mannheim: Langer Stau
Die beiden Autos waren allerdings so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Durch die Wildunfälle kam es auf der A6 von Heilbronn in Fahrtrichtung Mannheim zu starken Verkehrsbehinderungen. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Warum die Wildschweine bei Tageslicht auf die Autobahn liefen und wo sie genau herkamen, ist laut Polizei unklar.
ADAC gibt Tipps zum richtigen Verhalten
Laut ADAC ereignen sich rein rechnerisch in Deutschland alle zwei Minuten Wildunfälle. Für das Jahr 2024 habe der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft rund 276.000 Wildunfälle gemeldet. Vorausschauendes Fahren und ein erhöhtes Gefahrenbewusststein können laut ADAC helfen, folgenschwere Wildunfälle zu vermeiden.
Wildtiere oft in der Dämmerung unterwegs
Die Tiere überquerten besonders häufig in Waldabschnitten und an Feldrändern die Straßen. Besonders gefährlich ist es vor allem in den Abend- und frühen Morgenstunden, während der Dämmerung. Wildtiere könnten die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen.
Auch wenn das Tier ein Auto sehe, könne es noch auf die Straße springen. Sobald man ein Tier am Straßenrand wahrnehme, müsse man abbremsen, so der ADAC. Auch das Fernlicht solle man ausschalten, um das Tier nicht zu blenden. Auch Hupen könne helfen, das Wild zu verscheuchen.