Im September 2023 soll der Mann Verkehrsschilder und Warnleuchten von einer Brücke auf die B27 bei Neckarsulm (Kreis Heilbronn) geworfen haben. Mit den Gegenständen traf er laut Polizei zwei fahrende Autos. Über zwei Jahre nach der gefährlichen Tat konnte der mutmaßliche Täter nun gefasst werden. Das teilten das Heilbronner Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft Heilbronn mit.
Gegenstände von Brücke geworfen: Nur durch Glück wurde niemand verletzt
Der 26-Jährige sitzt inzwischen in Haft, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen sowie gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Nur durch Glück hielten die Windschutzscheiben der Fahrzeuge damals den Wurfgeschossen stand, so die Polizei. Die Insassen blieben unverletzt. Weitere Autos überrollten die auf der Straße liegenden Gegenstände, wodurch zusätzlicher Schaden entstand. Glücklicherweise kamen alle Beteiligten mit dem Schrecken davon, heißt es.
Per DNA-Spur kommen die Ermittler auf die Schliche
Trotz sofort eingeleiteter Fahndung und Zeugenaufrufen konnte der Täter zunächst nicht ermittelt werden. Erst nach über zwei Jahren kamen die Ermittler dem Mann auf die Schliche, wie eine Polizeisprecherin erklärt: Der Mann fiel im vergangenen Oktober bei einem Autodiebstahl in einem anderen Bundesland auf. Dabei entnommene DNA-Proben konnten nun mit Spuren auf den in Neckarsulm sichergestellten Gegenständen abgeglichen und zugeordnet werden.
Weitere Ermittlungen erhärteten den Verdacht, weshalb die Staatsanwaltschaft Heilbronn einen Haftbefehl erwirkte. Der 26-Jährige wurde in Frankfurt an der Oder festgenommen.