In Heilbronn ist am Freitagabend eine Kampagne gegen den Einfluss von sehr reichen Menschen wie Dieter Schwarz gestartet. Unter dem Motto "unserlidl" wollen linke Aktivistinnen und Aktivisten bis einschließlich Sonntag weitere Aktionen in der Stadt veranstalten. Ihre Kritik richtet sich gegen die Konzentration von großem Reichtum. Exemplarisch dafür sei der Heilbronner Lidl-Eigentümer Dieter Schwarz ausgewählt worden, so Mitinitiator Tobias Rosswog gegenüber dem SWR.
Die Aktionen richten sich ausdrücklich nicht gegen Lidl-Beschäftigte, sondern gegen das, was die Aktivisten als "Supermarktimperium" und "Privatisierung des Öffentlichen" kritisieren. "Lebensmittel für alle - statt Profite für wenige", heißt es auf ihren Flyern.
Schwarz-Gruppe hält sich bedeckt
Die Schwarz-Gruppe hat auf Medienanfragen zwar reagiert, bleibt allerdings bei ihrer gewohnten Zurückhaltung. Zu den Protestaktionen äußert sich der Konzern inhaltlich nicht. Auf Anfrage teilt die Pressestelle lediglich mit: "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zu dieser Aktion keine Stellung nehmen."
Weitere Protestaktionen geplant
Neben der Aktion am Bahnhof finden im Rahmen der "kreativen Interventions- und Aktionstage" vom 18. bis 20. Juli weitere Aktivitäten statt. So sind unter anderem Informationsstände mit Flyern und Aktionsprospekten sowie Diskussionsrunden geplant.