Am Heilbronner Landgericht ist am Donnerstag der Prozess gegen eine mutmaßliche Diebesbande gestartet. Die Beute: hochwertige Luxus-Kompletträder im Wert von über einer Million Euro. Die sollen sie von einem Unternehmen gestohlen haben. Das Vorgehen war dabei besonders interessant.
Angeklagte sollen Kompletträder gestohlen und in Polen verkauft haben
So sollen drei der Angeklagten - zwei Männer und die Frau - bei einem Unternehmen in Heilbronn angestellt gewesen sein, das die Räder wiederum für andere Unternehmen in der Umgebung eingelagert hat. So sollen sie dann im vergangenen Jahr immer in der Spätschicht insgesamt 550 Kompletträder - also Reifen inklusive Felgen - aus dem System ausgebucht haben. Die Räder gingen dann an den vierten Angeklagten. Dessen Job soll es dann gewesen sein, die Räder nach Polen zu bringen, um sie dort weiterzuverkaufen. Es soll sich dabei um den Vater eines der anderen Angeklagten handeln.
Ermittlungserfolg: Polizei stellt fast die Hälfte der Räder sicher
Auf die Schliche kam die Polizei der mutmaßlichen Bande, bei einer Verkehrskontrolle. In die war der vierte Angeklagte auf einer Fahrt nach Polen zufällig geraten - und das gleich zwei Mal. Beim zweiten Mal klickten dann die Handschellen.
Die Ermittler konnten noch 203 der 550 gestohlenen Kompletträder bei der mutmaßlichen Bande sicherstellen. Die konnten dem bestohlenen Unternehmen zurückgegeben werden. Der Gesamtwert der gestohlenen Kompletträder liegt bei 1,2 Millionen Euro. Der letztendliche Schaden liegt durch das sichergestellte Diebesgut noch bei 680.000 Euro.