Seit der Lizenzverweigerung durch den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) laufen zahlreiche Rettungsaktionen für die Heilbronner Falken. Am Freitagabend gab es einen Fanmarsch mit hunderten Teilnehmern. Sie zogen mit Trikots und Fahnen durch die Stadt. Bei einer Kundgebung auf dem Kiliansplatz sprachen zuvor Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) und Vereinsvertreter.
Der geschäftsführende Gesellschafter Franz Böllinger bedankte sich für die bisher eingegangenen Spenden, bat um Verständnis und noch mehr Unterstützung. Die Fans schwankten dabei zwischen Wut und Hoffnung, dass es mit der Lizenz doch noch klappt.
Große Resonanz bei Sammelaktionen
Erst seit wenigen Tagen laufen im Internet zwei Sammelaktionen und die zeigen die nach wie vor große Unterstützung der Heilbronnerinnen und Heilbronner für die Falken. Bei der größeren Aktion sind bereits fast 100.000 Euro von rund 1.000 Spenderinnen und Spendern zusammengekommen. Die Falken wollen sozusagen im zweiten Anlauf doch noch das Startrecht für die Eishockey-Oberliga erreichen. Der Verein hatte rechtzeitig Rechtsmittel gegen die DEB-Entscheidung eingelegt.
Auch die Schwarz-Gruppe als einer der wichtigsten Sponsoren hat sich mittlerweile eingeschaltet. In einer Mitteilung an den SWR hieß es vor wenigen Tagen: "Wir haben unseren Teil dazu beigetragen, dass die Heilbronner Falken die Lizenz für die kommende Saison erhalten." Seit neun Jahren arbeite man erfolgreich zusammen und kürzlich sei der Vertrag verlängert worden. Die Schwarz-Gruppe stehe in engem Austausch mit den Heilbronner Falken.
Lizenz-Entscheidung naht
Die Entscheidung, ob die Falken weiter in der Eishockey-Oberliga spielen dürfen, soll laut Medienberichten in der kommenden Woche in München fallen. Die Saison in der Eishockey-Oberliga Süd beginnt dann Mitte September.