Knapp fünf Millionen Tonnen Steinsalz bauen die Südwestdeutschen Salzwerke in Heilbronn jährlich ab. Riesige Mengen Industriesalz werden zum Teil in einem eigenen Hafenbecken auf Binnenschiffe verladen. Während es am Schwerlastkai laut Stadt zwischen den Jahren sehr ruhig zugeht, wird im Salzhafen weiter regulär gearbeitet.
Allerdings ist der Schleusenbetrieb auf dem Neckar eingeschränkt. An den Feiertagen sind nur die Schleuse Heidelberg und die Leitzentrale Untertürkheim besetzt. An den übrigen Schleusen ruht über Weihnachten der Schleusenbetrieb. An Silvester endet der Betrieb am frühen Nachmittag und auch am ersten Tag im neuen Jahr herrscht in Lauffen und Gundelsheim (beide Kreis Heilbronn) Feiertagsruhe.
Weihnachten unter Tage
Die Weihnachtszeit ist bei den Südwestdeutschen Salzwerken in Heilbronn trotz Betrieb zu spüren. Die Bergleute haben Bäume festlich dekoriert, ein weiterer steht am Schacht in Bad Friedrichshall-Kochendorf (Kreis Heilbronn). Wie viele Bergleute in den Schichten zwischen den Jahren arbeiten, hängt unter anderem vom Wetter ab. Bei einem Wintereinbruch mit Glätte und Schnee seien es entsprechend mehr, sagt Sprecherin Daniela Pflug.
Silvester auf dem Binnenschiff
Daniel Thiele ist dieses Jahr rund 340 Tage mit der Sinead auf dem Neckar und anderen Flüssen unterwegs gewesen. Nun ankert das Schiff bei Gundelsheim, denn die Familie hat sich in Kirchberg an der Jagst (Kreis Schwäbisch Hall) eine Auszeit bis zum 6. Januar (Dreikönigstag) genommen.
Die erste Tour danach führt über Hanau weiter ins Ruhrgebiet. Meistens fahren sie Agrarprodukte, wie Dünger oder Getreide. Wie sie Weihnachten und Silvester feiern, ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Mal mit der Besatzung an Bord, mal zu Hause. Es gibt ein Festtagsessen, "man ist und bleibt Mensch - auch an Bord", sagt der 30-Jährige.