Die Digital-Sparte der Schwarz-Gruppe, Schwarz Digits mit Hauptsitz in Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn), plant den Bau eines riesigen Rechenzentrums in Dummerstorf bei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). Nähere Einzelheiten wollen die Schwarz-Gruppe und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag bekanntgeben. Allein die Servertechnik des Rechenzentrums soll in einer ersten Ausbaustufe rund zwölf Milliarden Euro kosten. Ein Sprecher des Unternehmens wollte die Zahl nicht bestätigten, deutete aber an, dass es zum Start des Projekts um weniger Geld gehe.
Schwarz Digits: Größtes deutsches Rechenzentrum?
Das Projekt könnte einen noch größeren Umfang haben als das Rechenzentrum, dass Schwarz Digits derzeit im brandenburgischen Lübbenau baut. Dort wird nach Angaben des Konzerns mit einem Rechenzentrum für rund elf Milliarden, bereits eines der größten europäischen digitalen Infrastrukturprojekte umgesetzt. Die in Lübbenau installierte Rechenleistung mache mit bis zu 100.000 KI-Chips fast ein Zehntel der gesamten deutschen Rechenzentrumskapazität aus, so Schwarz Digits.
Zusätzliches Großprojekt neben KI-Gigafactory Milliarden-Investition: Schwarz-Gruppe baut riesiges Rechenzentrum im Spreewald
Die Schwarz-Gruppe baut ein riesiges Rechenzentrum im Spreewald. So will man die Kontrolle über die eigenen Daten behalten. Das projekt könnte allerdings noch größer werden.
Vorbereitungen für Rechenzentrum laufen
Die Grundstücke für das Rechenzentrum in Dummerstorf sind bereits gekauft, die Baugenehmigungen liegen nach Angaben von Insidern vor, und auch die Umweltbehörden sollen grünes Licht gegeben haben Das Rechenzentrum soll die Anwendungen von Künstlicher Intelligenz beschleunigen und die Nutzer unabhängiger von US-amerikanischen Servern machen.
Derzeit ist noch unklar wie viele Jobs entstehen. Es wird aber damit gerechnet, dass vergleichsweise wenig Personal gebraucht wird, um das Rechenzentrum zu betreiben.
Grüner Strom und Nutzung der Abwärme
Der Strom zum Betrieb soll aus erneuerbaren Energien kommen.Den Plänen zufolge soll die enorme Abwärme des Rechenzentrums durch die Stadt Rostock genutzt werden. Entsprechende Verträge mit den Stadtwerken seien bereits unter Dach und Fach. Laut NDR hat die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern eine Landesförderung für den Bau zugesagt. Einzelheiten dazu sollen ebenfalls am Donnerstag bekannt gegeben werden.