Bei Leingarten (Kreis Heilbronn) ist in der Nacht auf Montag ein 31-jähriger Mann von einem Zug erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei geht von einem Bahnunfall aus - der genaue Hergang wird noch ermittelt. Die Strecke zwischen Heilbronn und Eppingen (Kreis Heilbronn) war stundenlang gesperrt.
Mann neben Gleisen bei Leingarten entdeckt - Polizei spricht von Unfall
Kurz vor Mitternacht wurde der Mann von einem Zugführer entdeckt. Laut Polizei fanden Einsatzkräfte den 31-Jährigen neben den Bahngleisen. Er sei lebensgefährlich verletzt gewesen, sagte ein Polizeisprecher auf SWR-Anfrage.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Mann wohl neben den Gleisen gelaufen und von einem Zug ins Gleisbett gezogen worden sein. Schließlich wurde er ins Gebüsch geschleudert. Der Zug soll dann weitergefahren sein. Der Zugführer des darauf folgenden Zugs soll dann den Verletzten bemerkt haben. Die Ermittlungen deuten derzeit auf einen Bahnunfall hin. Warum er an den Gleisen entlang lief, ist derzeit noch unklar. Die Polizei ermittelt. Inzwischen konnte auch der Zug identifiziert werden, mit dem der Mann wohl kollidiert war. Das Polizeirevier Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn) sucht nun nach Zeugen.
Auch die Feuerwehr Leingarten war mit mehreren Einsatzkräften vor Ort. Sie berichtet auf ihrer Facebook-Seite über den Unfall neben den Bahngleisen. Die Feuerwehr fand den Mann nach eigenen Angaben in einem Gebüsch:
Strecke mehrere Stunden gesperrt
Die Bahnstrecke zwischen Heilbronn und Eppingen musste nach dem Vorfall in beide Richtungen gesperrt werden. "Die Strecke wurde gegen 2:30 Uhr am frühen Montagmorgen für den Bahnbetrieb wieder freigegeben", so ein Sprecher der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG).
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Für einen "Ausflug" über Gleise drohen harte Strafen, denn die Gefahr wird oft unterschätzt. Manchmal drückt die Polizei jedoch auch ein Auge zu, wie bei Fußballfans in Heilbronn.