Erst war es nur ein kurzer Post auf Instagram, der eine Hochzeit von Schauspielerin Sibel Kekilli vermuten ließ. Dann folgten weitere Bilder. Kurz darauf gratulierte Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne). Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) wusste offenbar schon sehr früh Bescheid.
Laut Stadt stand er auf der Gästeliste, sei jedoch verhindert gewesen. Er habe Kekilli deshalb im Vorfeld angerufen, gratuliert und "seine Freude über die Hochzeit und alle guten Wünsche" überbracht. Anders als die Bildunterschrift "got married to myself", also "habe mich selbst geheiratet", vermuten lässt, hat Kekilli ihren langjährigen Partner, Andreas Daurer, einen 47-jährigen Fotografen, geheiratet. In den sozialen Medien gratulierten über 800 Fans in den Kommentaren, fast 35.000 Followerinnen und Follower drückten ihre Glückwünsche mit einem "Like" aus.
Sibel Kekilli: Aufgewachsen in Heilbronn - über Nacht zum Star
Sibel Kekilli lebt in Hamburg und hält Privates privat. Umso größer natürlich die Überraschung über die Hochzeit. Einige Stationen ihres Lebens sind jedoch bekannt. Sie wird als Kind türkischer Einwanderer am 16. Juni 1980 in Heilbronn geboren. Im Stadtteil Böckingen geht sie auf die Fritz-Ulrich-Schule und macht die mittlere Reife. Nach einer Ausbildung in der Verwaltung bei der Stadt Heilbronn kündigt sie 2002 und zieht nach Essen. Dort schlägt sie sich unter anderem als Kellnerin durch. Sie nimmt Unterricht an der Schauspielschule in Bochum und wird kurz darauf entdeckt.
2004 kommt quasi über Nacht mit "Gegen die Wand" von Fatih Akin der Durchbruch zum Star. Es folgen Filmpreise und internationale Produktionen. In Deutschland spielte sich Kekilli als Kieler Tatort-Kommissarin Sarah Brandt (2010 - 2017) in die Herzen des TV-Publikums. Weltweit kennen sie Fans der Serie "Game of Thrones" als Kämpferin Shae (2011 - 2014).
Einsatz für die Rechte von Mädchen und Frauen
Sibel Kekilli engagiert sich für die Rechte von Mädchen und Frauen. Sie wurde dafür 2017 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. 2025 erhielt sie zudem die höchste Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg für ihr herausragendes Engagement, unter anderem als Botschafterin der Menschenrechtsorganisation "Terre des Femmes".