Staatsanwaltschaft Heilbronn erhebt Anklage

Mutmaßlichem Todesschützen von Bad Friedrichshall droht lebenslange Haft

Ein Mann soll im Januar in einer Firma in Bad Friedrichshall-Kochendorf zwei Männer erschossen haben. Ein weiterer wird schwer verletzt. Jetzt steht die Anklage.

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Die Staatsanwaltschaft Heilbronn wirft dem Angeklagten zweifachen Mord sowie versuchten Mord in Bad Friedrichshall-Kochendorf (Kreis Heilbronn) vor. Für diese Taten sieht das Gesetz eine lebenslange Freiheitsstrafe vor, erklärt die Heilbronner Staatsanwältin Mareike Hafendörfer.

Im Prozess soll zudem geklärt werden, ob dem mutmaßlichen Täter eine besondere Schwere der Schuld nachgewiesen werden kann. In diesem Fall wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen. In besonders schweren Fällen kann zusätzlich eine Sicherungsverwahrung angeordnet werden. Diese Fragen müssten sich laut Hafendörfer jedoch erst im Prozess klären.

Maskierter Täter schießt auf Mitarbeiter in Firma

Im Januar hatte ein maskierter Mann die Firma Hänel betreten und zwei Mitarbeiter erschossen. Ein weiterer wurde lebensgefährlich verletzt. Noch am selben Abend nahm die Polizei einen 52 Jahre alten Mann in seinem Haus in Seckach (Neckar-Odenwald-Kreis) fest. Der Tatverdächtige sitzt seitdem in Untersuchungshaft. In seinem Haus wurden mehrere Waffen sichergestellt, die er laut Polizei legal besessen haben soll. Das Motiv des mutmaßlichen Schützen ist weiterhin unklar.

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SWR