Am Dienstag ist die A6 im Kreis Schwäbisch Hall innerhalb weniger Stunden gleich zweimal zur Geduldsprobe für Autofahrerinnen und Autofahrer geworden: Während in der Nacht ein Auto bei Satteldorf in Flammen aufging, sorgte nur wenige Kilometer weiter am Dienstagmorgen ein Unfall am Stauende in Ilshofen für die nächste Sperrung in Richtung Heilbronn. Der Verkehr staute sich zeitweise auf 16 Kilometer.
Unfall: 24-Jähriger kracht auf A6 am Stauende in Sattelzug
Nach Angaben der Polizei übersah gegen 7:30 Uhr ein 24-jähriger Fahrer kurz nach der Anschlussstelle Kirchberg (Kreis Schwäbisch Hall) in Richtung Heilbronn ein Stauende. Beim Versuch auszuweichen, touchierte er zunächst mehrere Sattelzüge und prallte anschließend mit seinem Klein-Lkw auf einen weiteren Lastwagen, so die Polizei. Der junge Mann wurde dabei leicht verletzt.
Durch die Kollision verlor der Klein-Lkw zudem seine Ladung - Plastikteile verteilten sich über die gesamte Fahrbahn. Was genau transportiert wurde, ist bislang noch unklar. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Kirchberg ausgeleitet. Bis circa 12:15 Uhr war die Autobahn in Richtung Heilbronn gesperrt und sorgte für einen langen Stau. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 50.000 Euro.
Bereits in der Nacht: Fahrer rettet sich aus brennendem Auto
Erst in der Nacht war es ebenfalls auf der A6 in Richtung Heilbronn bei Satteldorf zu einem schweren Unfall gekommen. Im Baustellenbereich nahe der Landesgrenze zu Bayern war ein Auto gegen 23 Uhr am Montagabend frontal in einen Absicherungsanhänger gekracht. Durch die Wucht des Aufpralls fing das Auto sofort Feuer und brannte vollständig aus, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen. Der Fahrer wurde glücklicherweise nur leicht verletzt.
Der Mann konnte sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei rechtzeitig aus dem Fahrzeug retten, heißt es. Er wurde noch vor Ort vom Rettungsdienst versorgt. Warum der Fahrer nahezu ungebremst in die Baustelle krachte, ist noch unklar. "Vermutlich aus Unachtsamkeit", so der Sprecher weiter. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Wegen der Nähe zur bayerischen Landesgrenze wurden neben den Feuerwehren aus Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) und Satteldorf auch Einsatzkräfte aus Schnelldorf (Bayern) alarmiert. Die Feuerwehr Schnelldorf übernahm schließlich die Löscharbeiten an dem brennenden Fahrzeug.