Große Solidarität im Ortsteil Wössingen

Zerstörung und geschockte Bewohner nach Brand in Walzbachtal

In Walzbachtal-Wössingen im Kreis Karlsruhe sind am Sonntag mehrere Scheunen abgebrannt. Auch zwei Wohnhäuser sind unbewohnbar. Die betroffenen Bewohner stehen unter Schock.

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Stand

Am Brandort in Walzbachtal-Wössingen riecht es einen Tag nach dem Feuer immer noch nach Rauch. Bei dem Brand am Sonntag auf zwei benachbarten landwirtschaftlichen Betrieben sind mehrere Scheunen komplett zerstört worden und damit die Existenz der Familien. Auch die zwei Wohnhäuser sind unbewohnbar.

Die Dächer der Scheunen am Brandort sind eingestürzt, am Boden sieht man die verkohlten Überreste von abgebrannten Fahrzeugen, Maschinen und der Ernte, die in der Scheune gelagert waren.

Der Blick in den zerstörten Innenhof des landwirtschaftlichen Betriebs in Walzbachtal-Wössingen. Der Großbrand hat hier eine riesige Zerstörung angerichtet.
Der Blick in den zerstörten Innenhof des landwirtschaftlichen Betriebs in Walzbachtal-Wössingen. Der Großbrand hat hier eine riesige Zerstörung angerichtet.

Ausmaß des Brands in Walzbachtal-Wössingen wird sichtbar

Eine Person wurde laut Polizei leicht verletzt, konnte aber das Krankenhaus schon wieder verlassen. "Zum Glück ist uns als Familie nichts passiert, es sind alle wohlauf", so ein Familienmitglied gegenüber dem SWR. Er möchte in dem Bericht lieber nicht namentlich genannt werden.

Wir sind so dankbar, dass die Feuerwehr da war und für unsere Existenz gekämpft hat.

Die angrenzenden Wohnhäuser der beiden Familien sind wie durch ein Wunder nicht abgebrannt. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen gerade noch so verhindern. Dafür sind ihnen die Familien sehr dankbar. "Es ist ein großes Wunder, dass die zwei Wohnhäuser überlebt haben."

In Walzbachtal-Wössingen im Kreis Karlsruhe haben mehrere Scheunen und Wohnhäuser gebrannt. Der Schaden wird auf rund zwei bis drei Millionen Euro geschätzt.
In Walzbachtal-Wössingen im Kreis Karlsruhe haben mehrere Scheunen und Wohnhäuser gebrannt. Der Schaden wird auf rund zwei bis drei Millionen Euro geschätzt. Tim Müller / EinsatzReport24

Feuerwehr kämpft stundenlang gegen den Brand

Die Feuerwehr war auch noch am Montagvormittag vor Ort, um letzte Glutnester zu löschen, teilte ein Sprecher mit. Am Sonntag waren über 150 Kräfte von verschiedenen Feuerwehren aus Walzbachtal, Bretten, Pfinztal, Weingarten und anderen Gemeinden im Einsatz.

Das Feuer war zunächst im Dachstuhl einer Scheune ausgebrochen und hatte sich von dort aus schnell ausgebreitet. Neben der Feuerwehr war auch das Technische Hilfswerk aus Pforzheim vor Ort. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden vom Deutschen Roten Kreuz betreut.

Millionenschaden und viel Unterstützung in Walzbachtal

Viele Menschen wollen den betroffenen Familien helfen: mit einem Schlafplatz, mit einer Spende, mit der Mithilfe beim Wiederaufbau. "Es ist toll, wie viele Menschen sich melden. Man fühlt sich voll getragen", so das Familienmitglied.

Nach ersten Schätzungen beträgt der Sachschaden etwa zwei bis drei Millionen Euro, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Sie geht derzeit von einem technischen Defekt aus, ermittelt aber noch weiter. Hinweise auf Brandstiftung liegen laut Polizei nicht vor.

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