Verein mit offener Werkstatt

Tüfteln im FabLab Bruchsal - Von Halloween-Deko bis Lautsprecher

Im FabLab bei Bruchsal treffen sich Tüftler zum Austausch und Experimentieren: Warum etwas kaufen, das man selber machen kann? Ein Werkstatt-Besuch zwischen moderner Technik und Nostalgie.

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Von Autor/in Andreas Fauth

Es gibt fast nichts, was Lukas Wingerberg nicht selbst anpackt. Egal ob es um seinen über 30 Jahre alten Ford mit Klappscheinwerfern, einen neuen Subwoofer-Lautsprecher oder einen Nähtisch für seine Freundin geht.

Der Informatiker repariert, tüftelt und baut in seiner Freizeit um oder neu zusammen. Er wälzt Werkstatthandbücher, Anleitungen und tauscht sich mit Gleichgesinnten aus. Kein Wunder also, dass der 33-Jährige vor fünf Jahren den Verein "FabLab Bruchsal" ins Leben gerufen hat.

Ich bin durch und durch ein Do-It-Yourself-Mensch!

Lasercutter als Prunkstück im FabLab bei Bruchsal

Im Keller eines Hauses in Ubstadt-Weiher (Kreis Karlsruhe) hat der Verein seit zwei Jahren seine Werkstatt. Mehrere 3D-Drucker stehen an der Wand. Der Stolz des FabLab ist ein Lasercutter, mit dem sich präzise schneiden oder gravieren lässt. Ihn haben Lukas Wingerberg und seine Mitstreiter von einem befreundeten Verein übernommen, auseinandergenommen und optimiert.

Lena Michel lötet im FabLab Bruchsal Bilder ihrer Katzen auf Küchenbretter.
Lena Michel lötet Bilder ihrer Katzen auf Küchenbretter. Bild in Detailansicht öffnen
Durch ein Kellerfenster sieht man die Werkstatt, in der Mitgleider des FabLab Bruchsal arbeiten.
Die Werkstatt der Tüftler findet man in einem Keller in Ubstadt-Weiher. Bild in Detailansicht öffnen
Eine Uhr, die sich über WLAN die aktuelle Zeit anzeigen kann.
Eine Uhr, die über WLAN die aktuelle Zeit anzeigen kann. Bild in Detailansicht öffnen
Auf einem Laptop sieht man mehrere Aufkleber - etwa die Aufschrift "Back to the 90s".
Der Nerd- und Nostalgiefaktor ist hoch. Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Mitglieder des FabLab Bruchsal beugen sich über einen PC-Bildschirm, auf dem das Modell eines Schädels für den 3D-Drucker zu sehen ist.
Passt das Modell für den 3D-Drucker? Hier entsteht eine Halloween-Deko. Bild in Detailansicht öffnen
Ein 3D-Drucker fügt einen Halloween-Deko-Schädel zusammen.
Neben dem 3D-Drucker hat der Verein weitere Geräte wie einen Lasercutter. Bild in Detailansicht öffnen

Offene Werkstatt in Ubstadt-Weiher

Die meisten der 21 Vereinsmitglieder sind Informatiker. Im FabLab trifft sich der Verein jeden Freitag, um sich kreativ auszutoben. Roland Lückl hat zum Beispiel eine Miniatur-Spielekonsole für den Schreibtisch gebaut. Stolz startet er darauf den Spieleklassiker Pacman.

Ich bin Informatiker, ich bin immer schon ein Nerd gewesen.

Als Tierpflegerin ist Lena Michel eine Ausnahme in der Gruppe. Auch sie bringt sich kreativ ein, näht oder lötet Bilder ihrer beiden Katzen auf ein Küchenschneidebrett.

DIY-Bewegung hat sich weltweit ausgebreitet

FabLabs sind offene Werkstätten, die Privatpersonen ermöglichen, mit modernen Produktionsmitteln zu experimentieren. Das erste FabLab entstand 2002 in den USA, von dort breitete sich die Bewegung weltweit aus. In der Region gibt es zum Beispiel auch noch das FabLab in Karlsruhe. Darüber hat der SWR bereits berichtet:

FabLab Bruchsal sucht weitere Mitglieder

Für die Vereinsmitglieder gehe es darum, sich auszutauschen und dadurch auch immer wieder dazuzulernen, erklärt Lukas Wingerberg. Man suche weitere Mitglieder. Für Interessierte gibt es alle zwei Wochen einen Tag der offenen Tür. IT-Kenntnisse sind dafür übrigens laut Verein nicht notwendig - nur Lust, dazuzulernen und Dinge selbst zu machen.

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Andreas Fauth
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